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Ratgeberseite: Das liegt mir wie ein Stein im Magen: Wann müssen Gallensteine behandelt werden?

02.09.2023 – Die Schulter ist das beweglichste Gelenk im menschlichen Körper. Doch wenn ein Gelenkverschleiß in der Schulter – die sogenannte Arthrose – oder Probleme an der Rotatorenmanschette Schmerzen verursachen, können sowohl die Lebensqualität als auch die Selbstständigkeit der Betroffenen massiv eingeschränkt sein. In vielen Fällen ist die Implantation eines künstlichen Schultergelenkes eine gute Möglichkeit, um PatientInnen zu weitgehender Schmerzfreiheit zu verhelfen und dadurch Lebensqualität und Mobilität im Alltag, bei der Arbeit und in der Freizeit zurückzugewinnen. Die moderne Schulterendoprothetik hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und so stehen mittlerweile eine ganze Reihe unterschiedlicher Prothesentypen für die verschiedenen Krankheitsbilder zur Verfügung, weiß unser Prothetik-Experte Prof. Dr. Gunther Sandmann.

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Gut, besser, ausgezeichnet: Klinik Josephinum erhält DEUTSCHLAND TEST-Siegel „Deutschlands beste Jobs in Krankenhäusern 2023“!

02.11.2023 – Eine der größten Herausforderungen der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 stellt der Personalmangel dar. Hiervon sind insbesondere auch die Krankenhäuser betroffen. Denn diese tun sich schwer, offene Stellen zu besetzen. Dies gilt sowohl für den ärztlichen als auch für den pflegerischen Bereich. Aktuelle Studien zeigen beispielsweise, dass dreimal mehr Stellen in Krankenhäusern im Vergleich zu 2016 nicht besetzt sind.

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Ratgeberseite: Schmerzen nicht mehr länger „schultern“ – Wie ein künstliches Schultergelenk Betroffenen helfen kann

02.09.2023 – Die Schulter ist das beweglichste Gelenk im menschlichen Körper. Doch wenn ein Gelenkverschleiß in der Schulter – die sogenannte Arthrose – oder Probleme an der Rotatorenmanschette Schmerzen verursachen, können sowohl die Lebensqualität als auch die Selbstständigkeit der Betroffenen massiv eingeschränkt sein. In vielen Fällen ist die Implantation eines künstlichen Schultergelenkes eine gute Möglichkeit, um PatientInnen zu weitgehender Schmerzfreiheit zu verhelfen und dadurch Lebensqualität und Mobilität im Alltag, bei der Arbeit und in der Freizeit zurückzugewinnen. Die moderne Schulterendoprothetik hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und so stehen mittlerweile eine ganze Reihe unterschiedlicher Prothesentypen für die verschiedenen Krankheitsbilder zur Verfügung, weiß unser Prothetik-Experte Prof. Dr. Gunther Sandmann.

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Ratgeberseite: Vor und nach einer OP – Lebensqualität im Fokus

22.07.2023 – Die Fortschritte in Medizin und operativen Techniken erlauben immer komplexere Behandlungen – auch in schwierigen Situationen. Doch nicht immer ist alles, was technisch heutzutage möglich ist auch für jeden Patienten sinnvoll, weiß Prof. Dr. Michael Kasparek. Wissenschaftlich wie klinisch beschäftigt sich Prof. Dr. Kasparek seit vielen Jahren mit der Lebensqualität von Patient*innen und dem Einfluss operativer Eingriffe auf diese. Wir sprechen mit dem Leiter der Viszeralchirurgie im Josephinum über die Lebensqualität bei chirurgischen Patient*innen vor und nach einer Operation.

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Ratgeberseite: Übeltäter Knie: Wann ein künstlicher Gelenkersatz Sinn macht

01.07.2023 – Etwa fünf Millionen Deutsche leiden an Arthrose. Im Knie macht sich eine Arthrose typischerweise zunächst durch Schmerzen beim Anlaufen bemerkbar, später treten diese auch unabhängig von Belastung auf. Mit der Zeit lassen sich die betroffenen Gelenke immer schlechter bewegen. Wenig bekannt ist: Obwohl viele den Gelenkverschleiß eher mit Patient*innen im fortgeschrittenen Alter in Verbindung bringen, kann eine Arthrose auch in mittleren und sogar jungen Jahren entstehen. Die unterschiedlichen Ursachen kennt unser Knie-Experte Dr. Andreas Burkart.

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„Tag der Pflege“ mit Frühstücksbrunch

12.05.2023 –  Am 12. Mai organisierte die Geschäftsführung der Klinik Josephinum als kleines Dankeschön für die herausragende Leistung unserer Pflegekräfte eine Überraschung: Bei einem bayerischen Frühstück bot sich die Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein, interessanten Gesprächen und herzlichen Austausch (im Bild Natali Gerth (links) und Malgorzata Heinze).

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Physiotherapie im Josephinum mit neuer Leitung

09.03.2023 – Nach nun fast 13 Jahren hat sich Frau Bierler (Foto, links) entschlossen, die Leitung unserer Abteilung Physiotherapie in neue Hände zu übergeben. Katrin Giggenbach (Foto, rechts) folgt Evelyn Bierler nun seit diesem Jahr in der Leitungsposition nach.

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Modernste medizinische Bildgebung in unserer Radiologischen Praxis

02.03.2023 – „Wir arbeiten mit dem weltweit ersten volldigitalen Breitband-MRT-System von Philips!“ freuen sich die Spezialisten Dr. med. Wolfgang Kellner und Prof. Dr. med. Carsten Rist, Leiter der Radiologie im Josephinum. Ein MRT wird bei immer mehr Körperpartien und immer mehr klinischen Fragestellungen angewandt, um detaillierte Strukturen innerhalb des menschlichen Körpers sichtbar zu machen. Dafür haben bislang alle MRT-Systeme analoge Komponenten für die Signalerfassung und -verarbeitung verwendet, um Bilder vom Patienten zu erzeugen.

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TOP Patientenzufriedenheit: Herzlichen Dank an unsere PatientInnen für das tolle Feedback!

09.02.2023 – In der Klinik Josephinum legen wir großen Wert auf die Zufriedenheit unserer Patientinnen und Patienten. Deshalb fragen wir nach. Unter anderem mittels eines Terminals bei uns im Haus oder online haben PatientInnen – im Übrigen auch Angehörige – die Möglichkeit, Rückmeldung zu geben. Etwa, wie es ihnen während ihres Krankenhausaufenthalts im Josephinum gefallen hat oder wie zufrieden sie mit der ärztlichen und pflegerischen Leistung waren.

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Ratgeberseite: Eingeschränkte Nasenatmung – Welche Rolle spielt eine verkrümmte Nasenscheidewand?

14.01.2023 – Eine beeinträchtigte Nasenatmung kann nicht nur lästig sein, sondern unter Umständen auch zu chronischen Beschwerden führen und die Gesundheit betroffener Patienten dauerhaft beeinträchtigen. Welche Ursachen es dafür geben und was eine verkrümmte Nasenscheidewand mit den Beschwerden zu tun haben kann, wollen wir von Dr. Marlene Wigand wissen. Die Fachärztin für HNO-Heilkunde operiert ihre Patienten in der Klinik Josephinum.

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Schmerzfalle Schulter: Prof. Ockert im Interview

21.12.2022 – Neben Knie und Hüfte gibt es kein Gelenk, das so vielen Menschen Probleme bereitet wie die Schulter. Durch Verletzungen, aber auch durch Entzündungen und Verschleiß. Unser Schulterspezialist Prof. Ben Ockert benennt im Interview mit Münchner Merkur und tz die häufigsten Gründe und was Betroffenen schnell hilft. 

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Die Angst vor dem künstlichen Kniegelenk – Interview mit Dr. Burkart

11.11.2022 – Wie die Endoprothetik die Agilität im Alter sichern und langes Leben lebenswert machen kann, erläutert Dr.med. Andreas Burkart. Der Privatdozent ist Experte auf dem Gebiet der Endoprothetik und am Gelenkzentrum München in dem Spezialbereich der konservativen und operativen Behandlung von Verletzungen des Schulter- und Kniegelenkes tätig.

Wann und warum kommt es zu dem Einsatz eines künstlichen Kniegelenkes?

Dr. Burkart: Arthrose zählt zu den Volkskrankheiten in Deutschland. Etwa fünf Millionen Deutsche leiden an der chronischen Erkrankung. Bringt die zuerst begonnene konservative Therapie keinen Erfolg mehr, wird den Betroffenen die Operation mit einem Oberflächenersatz vorgeschlagen. Durch die sogenannte Endoprothetik werden die beschädigten Knorpeloberflächen des Kniegelenkes mit der Knieendoprothese ersetzt. Nach dem Eingriff und anschließender Reha-Behandlung steht den Patientinnen und Patienten eine sorgen- und schmerzfreie Agilität im Alter bevor. Aber obwohl sich in der Endoprothetik in den letzten Jahren einiges getan hat – schonendere OP-Techniken, bessere Anästhesieverfahren, patientenindividuelle OP-Verfahren mit kinematischer Ausrichtung der Implantate – leiden viele Patientinnen und Patienten vor dem Eingriff unter großen Ängsten.

Mit welchen Ängsten und Nöten der Patientinnen und Patienten werden Sie konfrontiert?

Dr. Burkart: Meine Patientinnen und Patienten befürchten am meisten eine Gehunfähigkeit nach der Operation. Die Angst vor der Vollnarkose und damit verbundenen Komplikationen wie etwa einer Gedächtnisstörung ist ebenso groß. Viele befürchten auch, dass sie aus dem künstlichen Schlaf nicht wieder erwachen. Andere wiederum ängstigt, dass sie einige Zeit lang weg vom heimischen Umfeld sind. Hinzu kommt aktuell die Sorge, sich während des Krankenhausaufenthalts mit dem Coronavirus zu infizieren. Und viele ältere Menschen äußern Bedenken, dass sich eine Knieendoprothese in einem hohen Alter nicht mehr lohnen würde. Die bleibenden Schmerzen werden dann lieber in Kauf genommen.

Was befürchten diese Patientinnen und Patienten genau?

Dr. Burkart: Bei vielen älteren Menschen um die 80 Jahre höre ich solche Aussagen oft, dass sich eine Knieendoprothese und der damit verbundene große Eingriff in dem hohen Alter nicht mehr rentiere, sie ohnehin bald sterben würden…Was sie aber wissen sollten: Lehnen diese Patientinnen und Patienten die OP ab, nehmen die Beschwerden immer mehr zu. Denn die Menschen werden meist doch älter als gedacht. Und durch die nicht durchgeführte Operation noch gebrechlicher, sodass schließlich die Lebensqualität stark leidet, sogar eine komplette Gehunfähigkeit droht. Dann ist aber oftmals ein Zeitpunkt erreicht, wo wir beispielsweise bei einem 87-jährigen Patienten mit multiplen Vorerkrankungen die Operation ablehnen müssen.

Wie können Sie diesen Menschen die Angst vor der Operation nehmen?

Dr. Burkart: Tatsächlich beruhigt es schon die meisten, wenn sie jemanden kennen, bei dem die Operation ein voller Erfolg war. Die positiven Erfahrungen nehmen in vielen Fällen die Angst bereits im Vorfeld des Eingriffes. Ich persönlich kläre auch über die Statistiken bei dieser Art der OP auf, denn das Wissen über die zunehmend erfolgreichen Eingriffe hilft ebenfalls bei der Angstbewältigung.

Wie werden die Patientinnen und Patienten bei Ihnen über die Behandlung im Vorfeld aufgeklärt?

Dr. Burkart: Die Aufklärung erfolgt in der Sprechstunde. Zum üblichen Behandlungsverlauf gehört die internistische Vorbereitung des Patienten, die Vorstellung in der Narkoseabteilung und die stationäre Aufnahme einen Tag vor der Operation. Danach folgt ein etwa einwöchiger Klinikaufenthalt mit anschließender Verlegung in eine Rehaklinik. Es kann aber auch eine ambulante Reha angeschlossen werden, die würde über einen Zeitraum von drei Wochen laufen. Als Abschluss steht die Wiedervorstellung in der Praxis an, mit nachfolgend klinischen Kontrollen und entsprechender Physiotherapie.

Anbei der Artikel aus der SZ (anklicken, um das PDF zu öffnen):

SZ Beitrag Screenshot für HP

 

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Ratgeberseite: Bauchwandbruch – und nun?

17.09.2022 – Bei einem Bauchwandbruch – auch bekannt als Bauchdeckenbruch oder Hernie – treten Teile von Bauchorganen durch eine instabil gewordene Bauchwand hervor. Es gibt verschiedene Arten von Bauchdeckenbrüchen. Am häufigsten treten Leistenbrüche, Narbenbrüche, Nabelbrüche und Oberbauchbrüche auf. Wie man einen Bauchwandbruch mit einer Hernien-Operation schonend beheben kann, wollen wir von Dr. Sandra Groß wissen. Die Expertin für den Bauchraum unterstützt seit diesem Jahr das Team der Viszeralchirurgie von Herrn Prof. Kasparek und Frau Dr. Weindl in der Klinik Josephinum München.

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Wir sind medizinischer Partner des Olympiastützpunktes

08.08.2022 –  Die Klinik Josephinum übernimmt im Auftrag des Olympiastützpunktes Bayern (OSP Bayern) die medizinische Betreuung von Athletinnen und Athleten olympischer Disziplinen und darf sich daher das Prädikat „Offizielles Medizinisches Zentrum des Olympiastützpunktes Bayern“ anheften.

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Wir sind stolz darauf, ein guter Arbeitgeber zu sein!

Es ist kein Geheimnis: Gutes Personal für Kliniken zu finden, gleicht derzeit der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Der Bedarf ist riesig, das gilt seit Beginn der Corona-Pandemie nur noch mehr.

„Umso wertvoller ist es für uns als Klinik, zu wissen, was Klinik- und Pflegepersonal bei ihrem Arbeitgeber wirklich wichtig ist. Wonach suchen Bewerber genau? Wie können wir ihnen ihren Traumjob bieten?“, fasst Tilmann Götzner, Vorstand der Klinik Josephinum, zusammen.

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Zertifiziert: Klinik Josephinum gehört zu den Besten Arbeitgebern

22.04.2022 – Platz 4 als „Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales – Kliniken“

Im Rahmen eines Online-Prämierungsevents hat das internationale Forschungs- und Beratungsinstitut Great Place to Work® auch 2022 wieder besonders attraktive und zukunftsorientierte Arbeitgeber ausgezeichnet.

Das Zertifizierungsprogramm «Great Place to Work® Certified» steht für ein besonderes Engagement bei der Gestaltung der Arbeitsplatzkultur. Die Bewertung erfolgt aufgrund eines unabhängigen, anonymen Feedbacks der Mitarbeitenden sowie der Analyse von Maßnahmen und Programmen der Personalarbeit.

Die Klinik Josephinum konnte sogar in mehreren Kategorien überzeugen:

Von allen Unternehmen aus den Kategorien Kliniken, Pflege, Soziales und Ambulante Versorger und Dienstleister erreichte die Klinik Josephinum einen hervorragenden 4. Platz und wurde mit dem Great Place to Work® Award «Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales – Kliniken 2022» ausgezeichnet.

Und auch in dem Great Place to Work® Wettbewerb «Bayerns Beste Arbeitgeber 2022» zählt die Klinik Josephinum in der Größenklasse mit 50 bis 250 Mitarbeitenden zu den besten Arbeitgebern Bayerns. Die Auszeichnung steht für ein glaubwürdiges Management, das fair und respektvoll mit den Beschäftigten zusammenarbeitet, für eine hohe Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen und für einen starken Teamgeist.

„Sich den Titel „Bester Arbeitgeber“ auf die Fahnen schreiben zu können, macht uns sehr stolz“, so Tilmann Götzner, Vorstand der Klinik Josephinum. „Wir investieren jeden Tag sehr viel Kreativität, Kraft und Ressourcen in die Ausgestaltung unserer Arbeitsplatzkultur. Da freut es mich natürlich in besonderem Maße, dass unsere Mitarbeitenden uns in einer anonymen Befragung so gut bewertet haben. Dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken. Denn es ist natürlich das gesamte Team im Josephinum, das täglich dazu beiträgt, unsere Klinik zu einem „Great Place to work“ zu machen. Natürlich wollen wir auch weiterhin dafür sorgen, dass das Josephinum sowohl für unsere MitarbeiterInnen als auch für unsere PatientInnen ein Ort ist, an dem Respekt, Vertrauen, Teamgeist und Wertschätzung der Leistung jedes einzelnen spür- und erlebbar ist – jeden Tag!“

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„TOP Mediziner“-Auszeichnung von FOCUS Gesundheit für Wirbelsäulenspezialist Prof. Dr. Linhardt

05.04.2022 – Unser Topmedizinier Prof. Dr. Oliver Linhardt steht auf der aktuellen Focus Ärzteliste. Ausgezeichnet werden jene Mediziner, die als absolute Spezialisten ihres Fachs gelten und darüber hinaus auf ihrem Spezialgebiet führend sind. Prof. Dr. Linhardt ist auf die operative Behandlung von Erkrankungen in allen Bereichen der Wirbelsäule spezialisiert. Zu seinen Schwerpunkten gehören neben der interventionellen Schmerztherapie im Bereich der Wirbelsäule hauptsächlich minimalinvasive Operationstechniken bei degenerativen Erkrankungen, Deformitäten, Frakturen und Entzündungen. Zu seinen wissenschaftlichen Leistungen als Wirbelsäulenspezialist zählen die Entwicklung und Optimierung von Wirbelsäulenimplantaten, welche durch zahlreiche Publikationen in nationalen und internationalen Fachzeitschriften belegt sind.

Kontakt:

Prof. Dr. Oliver Linhardt
Schützenstraße 5 / Bayerstraße 4
80335 München

Tel.: 089 55 25 11 0
www.ortho-ozs.de

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Ratgeberseite: Hartnäckige Schmerzen an der Halswirbelsäule: Wann ist eine Prothese sinnvoll?

26.03.2022 – Die Halswirbelsäule ist der beweglichste Abschnitt der Wirbelsäule. Gerade das Ungleichgewicht von großem Kopf und schmalem Hals führt jedoch oft zu Überlastungen. Beispielsweise durch Abnutzung sinkt der Wassergehalt und die Bandscheibe wird dünner. Sie verliert an Flexibilität und somit auch ihre Eigenschaft als Stoßdämpfer. Die Folge sind Verspannungen, Nackensteifheit oder Schulterschmerzen bis hin zu einem Bandscheibenvorfall. Welche schonenden und bewegungserhaltenden Therapiemöglichkeiten es in diesem Fall gibt, wollen wir von Moni Peer wissen. Sie ist Fachärztin für Neurochirurgie und operiert in der Klinik Josephinum München.

Wann ist ein operativer Eingriff an der Halswirbelsäule überhaupt notwendig?

Moni Peer: Grundsätzlich muss man den Nervenwurzeln rasch wieder Platz verschaffen, wenn der Druck zu hoch wird und Betroffene in der Folge an Kraftverlust und Gefühlsminderung leiden, meist in Verbindung mit ausstrahlenden Armschmerzen. Gründe hierfür können beispielsweise ausgedehnte Bandscheibenvorfälle, Zysten oder knöcherne Einengungen sein. Auch wenn das Rückenmark durch einen zu engen Spinalkanal, einen Wirbelbruch oder einen Gleitwirbel gefährlichem Druck ausgesetzt wird, ist eine OP absolut notwendig. Bei allen anderen Schmerzsymptomen mit nur leichten neurologischen Ausfällen oder „frischen“ Bandscheibenvorfällen steht eine Operation hingegen an letzter Stelle. Ich empfehle meinen Patienten einen Eingriff erst dann, wenn konservative Therapiemaßnahmen, wie etwa Physiotherapie, schmerzstillende Medikamente oder gezielte Infiltrationen ausgeschöpft sind.

Wie kann eine Prothese helfen, die natürliche Beweglichkeit der Halswirbelsäule zu erhalten?

Moni Peer: Seit weit über zehn Jahren werden künstliche Bandscheiben mit Erfolg eingesetzt. Die Entwicklung ist hier rasant vorangeschritten. Heutige Bandscheibenprothesen bestehen etwa aus Titan und Kunststoff und gewährleisten einen guten Halt und ein schnelles Einwachsen im Knochen. Somit kann sich das Implantat nicht mehr lockern. Eine moderne Prothese ahmt die Bewegungen einer gesunden Bandscheibe nach. Sie hat einen beweglichen Kern, welcher – genauso wie die natürliche Bandscheibe – Bewegung in alle Richtungen erlaubt, angefangen bei Kopfdrehungen, Seitneigungen bis zur Vor- und Rückwärtsbeugung.

Prothese oder Versteifung: Welche OP-Methode empfehlen Sie?

Moni Peer: Am liebsten arbeite ich bewegungserhaltend. Allerdings ist die Verwendung einer Bandscheibenprothese nicht immer sinnvoll. Daher wäge ich die passende OP-Methode zusammen mit jedem Patienten genau ab. Die Versteifung mit einem unbeweglichen Bandscheibenersatz ist weltweit noch immer die gängigste OP-Methode an der Halswirbelsäule. Nervenstrukturen wie Rückenmark und Nervenwurzeln haben so nach der OP wieder genügend Platz. Langfristig führt eine Versteifung jedoch zu einer Überbelastung der Bandscheiben in den benachbarten Segmenten. Die Folge sind Bandscheibendegenerationen mit Vorfällen, Spinalkanalstenosen oder auch die Ausbildung von Gleitwirbeln und Instabilitäten. All diese Probleme treten nach der Verwendung einer Prothese nicht auf. Hier bleibt mittel- bis langfristig die Beweglichkeit der Wirbelsäule erhalten. Dies führt wieder zu einem natürlichen Bewegungsablauf durch das Zusammenspiel von künstlicher Bandscheibe, Gelenken und Muskeln und kann so dauerhaft Beschwerden der Halswirbelsäule vermeiden. Für Patienten ist jedoch wichtig zu wissen: Eine Bandscheibenprothese ist kein Gelenkersatz! Mit steigendem Alter führt hier vor allem die Arthrose der kleinen Wirbelgelenke, welche sich hinten an der Halswirbelsäule befinden, zu einer zunehmenden „Steifigkeit“ und auch Bewegungsminderung.

In welchen Fällen macht ein beweglicher Bandscheibenersatz keinen Sinn?

Moni Peer: Bei jeder Art von Instabilität etwa würde eine Bandscheibenprothese der Überbeweglichkeit nachgeben. Insbesondere bei starker Osteoporose besteht die Gefahr, dass durch die schlechte Knochenqualität die Prothese nicht in die Wirbelkörper einwächst und sich lockert. Auch bei einer schweren Arthrose ist die Implantation einer Prothese nicht empfehlenswert, denn durch die neu gewonnene Beweglichkeit könnte es zu starken Nackenschmerzen kommen. Eine Entzündung im Bereich der Wirbelsäule oder eine schwere Verletzung des Rückenmarkes benötigt absolute Ruhigstellung und darf daher ebenfalls nicht mit einem beweglichen Bandscheibenersatz versorgt werden.

Welche alternativen Operationsmöglichkeiten gibt es, falls eine Prothese nicht in Frage kommt?

Moni Peer: Kleine Bandscheibenvorfälle oder Engstellen entferne ich gewebeschonend mit mikrochirurgischen oder endoskopischen OP-Verfahren. Bei jeder Art von Überbeweglichkeit oder Instabilität, zum Beispiel bei einem Bruch oder Gleitwirbel, ist eine sogenannte Spondylodese notwendig. Dabei setze ich einen unbeweglichen Bandscheibenersatz ein, der durch eine Platte mit Schrauben gesichert wird. Bei schweren Einengungen des Spinalkanals wird gerade bei älteren Patienten das Rückenmark oft von hinten freigelegt. Ohne hohes OP-Risiko kann man so dem Rückenmark mehr Platz schaffen, teilweise sogar implantatlos und ohne Versteifung.

Zeitungsseite als PDF: 12_Halswirbelsäule_Moni_Peer_26.03.2022.pdf

Kontakt

Moni Peer

Promenadeplatz 10
80333 München

Tel: 089 – 543 249 16

www.neurochirurgie-peer.de

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Josephinum spendet Medikamente für ukrainische Krankenhäuser

22.03.2022 – Der Schrecken des Krieges in der Ukraine nimmt kein Ende.

Die Kliniken vor Ort stoßen angesichts der großen Zahl Verletzter an ihre Grenzen. Viele Krankenhäuser berichten, dringend chirurgisches Material und Medikamente zu benötigen. Der Mangel ist vielerorts bereits zu einem großen Problem geworden.

Die Klinik Josephinum setzt sich dafür ein, ukrainische Krankenhäuser bei der Versorgung von Verwundeten zu unterstützen:

Der Ärztliche Leiter des Josephinums organisiert in Zusammenarbeit mit der Einhorn Apotheke München die Spende der dringend benötigten Medikamente, wie Antibiotika und Schmerzmittel, an die Ukrainische Armee.

Mithilfe unserer Mitarbeiter wurden die Medikamente vergangenen Freitag in viele Kartons verpackt und zur Spendenstelle der Ukrainischen Katholischen Kirche transportiert, von wo aus sie in das Kriegsgebiet geschickt werden.

Zuvor hatte die Klinik Josephinum bereits unter anderem Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, OP-Material und Gehhilfen gespendet.

Bitte spenden auch Sie weiterhin, jeder Beitrag zählt!

Ihre Geldspende können Sie zum Beispiel an folgendes Spendenkonto der Ukrainischen Katholischen Kirche richten:

Empfänger: Apostolische Kirche
Liga Bank München
IBAN: DE29 7509 0300 0102 1032 57
BIC: GENODEF1 M05
Verwendungszweck: „Kriegsopfer in der Ukraine“

#stopwar #standwithukraine #peace #freedom #solidarität

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Josephinum zeigt Solidarität mit der Ukraine – und hilft mit Sach- und Geldspenden

17.03.2022 – Die ganze Welt schaut bestürzt auf den eskalierenden Krieg in der Ukraine. Auch in Deutschland zeigen viele ihre Solidarität und wollen den Betroffenen helfen.

Die Klinik Josephinum hat bereits unter anderem Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, OP-Material und Gehhilfen in das Kriegsgebiet geschickt.

Neben den Sachspenden hat die Guido & Olga Jochner´sche Stiftung als Träger der Klinik sowie die Klinik insgesamt 30.000 € an die Kirchenstiftung St. Ludwig überwiesen. Diese unterhält eine langjährige Kooperation mit einem Krankenhaus in Lviv (Lemberg), welches jetzt Betroffene vor Ort versorgt.

Das Leid der Kriegsopfer bewegt natürlich auch die Mitarbeiter unserer Klinik. Viele spenden auch privat. Auch der Vorstand der Klinik Josephinum hat 5.000 Euro an das Spendenkonto der ukrainischen katholischen Kirche überwiesen.

Egal ob Sachmittel wie Bettwäsche, Schlafsäcke, Hygieneartikel oder Geldspenden: Hilfe wird überall benötigt und jeder Beitrag zählt!

Bitte informieren auch Sie sich und helfen mit Ihrer Spende!

Sach-, und Geldspenden sowie die Zurverfügungstellung von vorübergehenden Unterkunftsmöglichkeiten für Kriegsflüchtlinge organisiert etwa die Ukrainische katholische Kirche. Weitere Informationen finden Sie hier

Ihre Geldspende können Sie an folgendes Spendenkonto richten:

Empfänger: Apostolische Kirche
Liga Bank München
IBAN: DE29 7509 0300 0102 1032 57
BIC: GENODEF1 M05
Verwendungszweck: „Kriegsopfer in der Ukraine“

Oder unterstützen Sie eine andere Bündnisorganisation vor Ort, zum Beispiel

Ärzte ohne Grenzen 

Aktion Deutschland Hilft 

Unicef 

#stopwar #standwithukraine #peace #freedom #solidarität

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Ratgeberseite: Wer schläft wie? Schlafstörungen erkennen und behandeln

26.02.2022 – Jeder weiß: Gesunder Schlaf ist wichtig, um tagsüber fit und leistungsstark zu sein und sich vor Entzündungen oder Krankheiten möglichst zu schützen. Doch in der Realität klagen viele Menschen über schlechten Schlaf. So vielfältig die Schlafprobleme, so unterschiedlich auch die Ursachen. Dabei können Schlafprobleme jeden treffen – und bei bestimmten Personengruppen ganz typisch ausfallen. Wir fragen den Experten für Schlafmedizin der Klinik Josephinum, Prof. Dr. med. Murat Bas, wie Betroffene damit umgehen können und welche Therapieformen es gibt.

Wie verändert sich der Schlaf im Alter?

Prof. Bas: Grundsätzlich kann man sagen: Je älter ein Mensch ist, desto mehr nehmen Schlafstörungen zu. Untersuchungen zum Schlafverhalten älterer Menschen zeigen dabei, dass sie unter einer abnehmenden Gesamtschlafzeit, vermehrter Einschlafneigung tagsüber sowie häufigeren Durchschlafstörungen leiden. Gründe für die Beeinträchtigung der Schlafqualität ist etwa der Einfluss von Medikamenten oder auch bestimmte in dieser Altersgruppe vermehrt auftretende Krankheiten, zum Beispiel nächtliches Wasserlassen (die sogenannte Nykturie), Diabetes mellitus, Herz- und Lungenerkrankungen oder chronische Beschwerden wie beispielsweise Arthrose. Oft greifen Betroffene dann erstmal zu Schlafmitteln, ohne sich für die Suche nach dem eigentlichen Grund der Schlafstörungen an einen Facharzt zu wenden. Dabei sind bestimmte Schlafstörungen im Alter sehr typisch. Dazu gehört etwa das Syndrom der vorverlagerten Schlafphase. Das bedeutet: Mit fortschreitendem Alter ist es ganz normal, früher ins Bett zu gehen und morgens früher aufzustehen. Manche Personen empfinden dieses körperliche Bedürfnis jedoch als extrem belastend. Wer sich nun zwingt, länger wach zu bleiben, kann morgens trotzdem nicht länger schlafen, leidet allerdings tagsüber in der Regel unter Müdigkeit. Eine wirksame Behandlungsmethode ist hier eine Therapie mit Tageslicht.

Schlafen Frauen anders?

Prof. Bas: Laut Studien sind Frauen tatsächlich etwa doppelt so häufig von Schlafstörungen betroffen wie Männer, leiden etwa vermehrt unter Insomnie (Ein- und Durchschlafstörung). Frauen empfinden ihren Schlaf im Vergleich zu Männern häufiger als schlechter und erwachen weniger ausgeruht. Ein Grund sind hormonelle Veränderungen. Beispielsweise wirken sich die verschiedenen Phasen des monatlichen Zyklus auf das Schlafmuster von Frauen aus. In der Phase nach dem Eisprung kommt es öfters zu nächtlichem Erwachen, häufigerem und intensiverem Träumen, manchmal auch zu einer gesteigerten Tagesschläfrigkeit oder einem generell erhöhten Schlafbedürfnis. Auch die Wechseljahre verursachen bei vielen Frauen Schlafstörungen. Durch die Abnahme von Östrogen treten oft Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen auf und unterbrechen den Schlaf.

Ab wann liegt eine Schlafstörung vor?

Prof. Bas: Keine Sorge: Jeder darf mal schlecht schlafen. Ab und zu Schlafdefizite zu haben, ist völlig normal. Erwachsene sollten im Idealfall zwischen siebeneinhalb und acht Stunden schlafen. Dazu zählt übrigens auch der Mittagsschlaf. Mein Tipp für alle, die vermuten, vielleicht an einer Schlafstörung zu leiden: Den eigenen Schlaf vier Wochen lang beobachten und Fehler analysieren: Esse ich zu spät? Trinke ich zu viel Koffein vor dem Schlafen? Bewege ich mich zu wenig? Gehe ich zur falschen Zeit ins Bett? Habe ich Einschlafrituale? Als Faustregel gilt: Wenn Schlafprobleme länger als einen Monat andauern und mindestens dreimal pro Woche auftreten und wenn dadurch die Tagesbefindlichkeit gestört ist, sollten sich Betroffene zur Abklärung bei einem Facharzt vorstellen.

Ist zur Abklärung immer eine Übernachtung im Schlaflabor notwendig?

Prof. Bas: Nein. Zunächst empfehle ich, sich an einen auf Schlafstörungen spezialisierten HNO-Arzt zu wenden. Nach einem ersten, klärenden Gespräch kann bereits eine zu Hause durchgeführte Untersuchung während des Schlafens (Schlafscreen oder auch Polygraphie beziehungsweise Polysomnographie genannt) für eine Diagnose ausreichen. Betroffene erhalten hierfür ein mobiles Gerät, das nachts am Oberkörper befestigt wird. Es zeichnet ein bis zwei Nächte lang auf, wie häufig jemand schnarcht oder Atemaussetzer hat. Außerdem wird die Sauerstoffkonzentration und die Herzfrequenz und manchmal auch die Schlafstadien erfasst. Mit diesen Daten kann der Facharzt dann mit dem Patienten weitere Schritte besprechen.

Wie helfen Sie als Arzt?

Prof. Bas: Schlafstörungen müssen zielgerichtet behandelt werden. Deshalb sollte der Arzt immer einen genauen Blick auf die Symptomatik und mögliche Ursachen werfen. Ein Schlafscreen soll klären, welche Form einer Schlafstörung vorliegt. Häufig sind etwa das Restless-Legs-Syndrom oder das Syndrom der periodischen Beinbewegungen. Sie kommen oft gemeinsam vor und werden meist mit Medikamenten behandelt, die den Botenstoff Dopamin oder ähnlich wirkende Substanzen enthalten. Eine weitere Schlafstörung ist die sogenannte Schlafapnoe. Die Behandlung dieser Atemaussetzer im Schlaf richtet sich nach den Ursachen der Erkrankung. Grundsätzlich stehen drei Behandlungsansätze zur Verfügung. Da ein hohes Gewicht häufig für Schlafapnoe verantwortlich ist, ist eine Gewichtsreduktion ein erster Ansatz. Eine weitere nicht-operative Behandlungsmethode kann eine Zahnschiene sein. Sie soll den Unterkiefer nach vorne schieben und so ein Zurückfallen der Zunge beim Schlafen verhindern. Auch eine Atemmaske mit kontinuierlichem oder variablem Druck kann Betroffenen helfen. In bestimmten Fällen empfehle ich eine operative Behandlung. Ich führe zum Beispiel häufig eine sogenannte Weichgaumen-Straffung und Uvula-Kürzung oder eine Gaumenmandelentfernung (Tonsillektomie) durch. Ziel ist die Schaffung von Platz im Schlund, um bei einem Zurückfallen der Zunge noch reichlich Platz fürs Atmen zu haben.

Zeitungsseite als PDF: 08_Schlafmedizin_Prof._Bas_26.02.2022.pdf

Kontakt

Prof. Dr. med. Murat Bas

Ottobrunn 
Haidgraben 2
85521 Ottobrunn
und
Deisenhofen/ Oberhaching
Bahnhofstr. 36
82401 Deisenhofen

Tel: 089 – 6096524

www.hno-aesthetic.com

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Ratgeberseite: Arthrose im Fuß – was tun?

29.01.2022 – Arthrose bezeichnet den Verschleiß von Gelenken. Hierbei kommt es zu Verminderung der Dicke, der Qualität und der Funktion des Gelenkknorpels und angrenzender Knochen. Die Arthrose tritt nicht nur an Knie, Hüfte und Fingern, sondern auch an den Gelenken der Füße auf. Was Betroffene tun können, um die Schmerzen zu lindern und in welchen Fällen eine Operation sinnvoll ist, wollen wir von Dr. Imke Fröhlich wissen. Sie ist Expertin für orthopädische Fußchirurgie im Josephinum. 

Welche Symptome können auf eine Arthrose im Fuß hinweisen?

Dr. Fröhlich: Bei der Arthrose nutzt sich der Gelenkknorpel ab, wird rau und zerfasert. Wenn diese stoßdämpfende Knorpelschicht fehlt, reibt Knochen auf Knochen und es können sich sogar kleine Knorpelstückchen ablösen. Gelenke werden häufig dicker, es bilden sich knöcherne Anbauten. Typisch ist ein Anlaufschmerz, aber auch ein Ruheschmerz nach Belastungen. Gelenksteifigkeit und verminderte Bewegungsfähigkeit können sich ausbilden.

Wo im Fuß kann überall Arthrose auftreten?

Dr. Fröhlich: In allen Gelenken vom Sprunggelenk bis zu den Zehen. Arthrose im Sprunggelenk ist oft eine Folge früherer Verletzungen oder von Fehlstellungen wie dem Ballenhohlfuß und Knick-Senkfuß (Fehlbelastung/Instabilität) oder im Bereich der Fußwurzel zum Beispiel beim Senk-Spreizfuß. An den Zehen sehen wir Arthrose beim Hallux rigidus, also der steifen Großzehe, beim Hallux valgus, auch Ballenzeh genannt, und bei den Hammerzehen.

Wie kann man Arthrose vermeiden?

Dr. Fröhlich: Gelenke brauchen Bewegung! Das rechte Maß ist auch hier wichtig. Überbelastungen und Fehlbelastungen der Gelenke sollten vermieden werden. Gelenkinstabilitäten sollten reduziert und falsche Gelenkausrichtungen behoben werden. Das Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Gelenken muss trainiert werden.

Was können Betroffene selbst bei Arthrose-Schmerzen tun?

Dr. Fröhlich: Meist hilft Kühlen, gelegentlich aber auch Wärme. Da gibt es kein Richtig oder Falsch. Bei akuten Beschwerden ist oft eher Schonung, Ruhigstellung, Umschläge und Hochlegen angezeigt. Beim akuten Schmerz hilft die Einnahme eines entzündungshemmenden Schmerzmittels. Das wird auch von den Arthrose Gesellschaften empfohlen. Ein für das Gelenk schädlicher Entzündungsprozess wird so unterbrochen. Die Einnahme sollte aber immer mit dem Hausarzt abgestimmt werden.

Wie kann konservativ therapiert werden?

Dr. Fröhlich: Nach entsprechender Diagnostik können etwa Fehlbelastungen reduziert werden. Optimierung der Schuhversorgung aber auch selbstständige Übungen nach Anleitung gehören dazu. Häufig können Spritzen ins Gelenk mit Hyaluronsäure oder aktivierten Thrombozyten-Faktoren deutliche Linderung ermöglichen.

Was operieren Sie im Zusammenhang mit Arthrosen der Fußgelenke?

Dr. Fröhlich: Mein Ziel ist meist das Vermeiden von zunehmenden Arthrosen. Rechtzeitige und gezielte Operationen können übermäßige Schädigung benachbarter Gelenke und Anschluss-Arthrosen verhindern helfen. Über Gelenkspiegelungen (sogenannte Arthroskopien) besonders des oberen Sprunggelenkes kann ich Eingriffe an Knorpel und Bändern durchführen. Mit knöchernen Korrekturen und kraftverbessernden Sehnen- und Weichteileingriffen etwa beim Knick-Senkfuß oder Ballenhohlfuß helfe ich, Stabilität zu gewinnen und das Fortschreiten von Arthrose zu vermeiden. Mit stabilisierenden Bandoperationen oder auch mit Achskorrekturen am Knochen helfe ich, Stabilität zu gewinnen und Verschleiß zu reduzieren. Knorpel- und Knochendefekte fülle ich in ausgewählten Fällen mit Knochen bzw. Knorpel auf. Mit speziellen Techniken kann die Durchblutung des Knochens und damit die Basis für stabilen Knorpel verbessert werden. Auch die differenzierte operative Therapie des Hallux valgus und der Kleinzehen und Mittelfußschmerzen helfen, Arthrosen zu vermeiden. Oft setze ich bei meinen Operationen minimal-invasive Techniken und resorbierbare Implantate ein. Ist die Arthrose sehr ausgeprägt, führe ich einen Gelenkersatz beispielsweise am oberen Sprunggelenk, durch. Hier helfen neue Planungstechniken mit CAD (Software Orthopädietechnik), die Operationen noch präziser und schonender durchzuführen. Die verwendeten Prothesen ermöglichen es, mit sehr wenig Knochenverlust zu arbeiten. Es kann auch sinnvoll sein, ein Gelenk zu versteifen. Auch hiermit erzielen wir eine sehr gute Funktion und der Arthrose-Schmerz verschwindet.

Zeitungsseite als PDF: 04_Fuß_und_Arthrose_Dr._Fröhlich_29.01.2022.pdf

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Dr. med. Imke Fröhlich

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Ratgeberseite: Hernien – Was tun bei einem Eingeweidebruch?

11.12.2021 – Eine Hernie, auch bekannt als Weichteil- oder Eingeweidebruch, ist ein Austritt von Eingeweiden aus der Bauchhöhle. Hernien bleiben oft lange unbemerkt, sind aber nicht ungefährlich. In welchen Fällen eine Hernie Probleme bereitet, wollen wir von Dr. Irmgard Weindl wissen. Sie ist Viszeralchirurgin im Josephinum.

Was kann bei einer Hernie passieren?

Dr. Weindl: Bei Betroffenen drängen Bauchfell und Organe durch eine schwache Stelle oder eine Lücke in der Bauchwand nach außen. Das Bauchfell – also die „Haut“, die den Bauchraum auskleidet – bildet hierbei den sogenannten Bruchsack. Dieser wölbt sich durch eine Bruchlücke vor und kann Teile von Organen enthalten, wie etwa des Darms. Das Wort „Bruch“ ist allerdings etwas irreführend. Denn anders als bei einem Knochenbruch entsteht die Erweiterung der Bruchpforte meist nicht plötzlich, sondern häufig über lange Zeit. Außerdem ist auch nicht immer und zeitnah eine Operation notwendig, wie es bei einem gebrochenen Knochen der Fall wäre.

Welche Arten von Hernien gibt es überhaupt?

Dr. Weindl: Hier gibt es viele Krankheitsbilder: Die Leistenhernie ist die mit Abstand häufigste Form einer Hernie. Sie entsteht an einer Schwachstelle oberhalb des Leistenbandes und betrifft vor allem Männer. Oft kommen auch Bauchnabelbrüche vor, in erster Linie bei Säuglingen und übergewichtigen Erwachsenen. Ebenso sehe ich viele Patienten mit Narbenhernien. Diese bilden sich im Bereich einer Operationsnarbe, da die Bauchwand an dieser Stelle geschwächt und deshalb anfälliger für eine Hernie ist. Seltener kommen Oberbauch- und Schenkelhernien vor. Ein Oberbauchbruch, auch epigastrische Hernie genannt, bildet sich durch eine Lücke in der Bauchwand zwischen Brustbein und Bauchnabel. Ein Schenkelbruch zeigt sich am Oberschenkel unterhalb des Leistenbandes und betrifft vorwiegend Frauen.

Wer ist besonders anfällig?

Dr. Weindl: Die Hauptursache ist ein schwaches Bindegewebe. Manche Menschen haben dieses von Geburt an, andere erst in höherem Alter. Auch Krankheit oder eine Operation können Gewebe und Muskeln schwächen. Außerdem steigt bei starkem Übergewicht der Druck im Bauchinnenraum.
Übergewicht lässt jedoch nur das Risiko für Narben- und Nabelbrüche ansteigen, nicht das für Leistenbrüche. Übrigens können auch Tumore oder Wasseransammlungen im Bauch den Druck auf die Bauchwand erhöhen. Schwangere sind ebenfalls anfälliger für Bauchwandbrüche. Rauchen oder Krankheiten wie Diabetes können die Wundheilung stören und dadurch Narbenhernien begünstigen. Für Betroffene wichtig zu wissen: Schweres Heben, Husten oder Pressen vergrößert eine vorhandene Hernie.

Wie stellen Sie die Diagnose?

Dr. Weindl: Hernien sind häufig eine sogenannte Blickdiagnose. Das bedeutet: Sie sind sofort erkennbar. Die Untersuchung erfolgt zunächst im Stehen. Dabei wird der Patient aufgefordert, zu pressen oder zu husten. Im Liegen lässt sich dann prüfen, ob sich der Bruch in den Bauchraum zurückschieben lässt. Manchmal führe ich zur besseren Darstellung zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung durch. Eine Computertomografie oder Kernspintomografie ist nur in Ausnahmefällen nötig.

Ist es eine gute Idee, Hernien unbehandelt zu lassen, wenn sie keine Schmerzen verursachen?

Dr. Weindl: Nein. Die Brüche bleiben dauerhaft bestehen, wenn sie nicht behandelt werden. Betroffene müssen wissen: Ein unbehandelter Bruch kann mit der Zeit größer werden, deutlicher hervortreten und häufiger Beschwerden verursachen. Allerdings kommt es selten zu ernsthaften Komplikationen. Aber: Wenn eine Hernie einklemmt, handelt es sich immer um einen Notfall – und es muss umgehend operiert werden. Klemmt auch der Darm ein, kommt es unter Umständen zu einem Darmverschluss mit heftigen Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Das passiert zum Beispiel bei Schenkelbrüchen häufiger als bei Leistenbrüchen, weil die Bruchpforte enger ist. Sind auch die Blutgefäße abgeklemmt, kann das vorgefallene Gewebe absterben und eine Bauchfellentzündung nach sich ziehen. Immer gilt in diesen Fällen: Sofort einen Arzt aufsuchen!

In welchen Fällen empfehlen Sie eine Operation?

Dr. Weindl: Grundsätzlich bespreche ich die OP-Indikation individuell mit jedem einzelnen Patienten. Es gibt aber auch Fälle, bei denen man von einer OP absieht. Zum Beispiel, wenn jemand sehr alt, schwach oder schwer krank ist und von der Hernie kein akutes Risiko ausgeht. In aller Regel müssen Hernien aber chirurgisch versorgt werden. Bei diesem Eingriff wird der Bruchsack in den Bauchraum zurückgeschoben oder entfernt und gegebenenfalls die Lücke in der Bauchwand mit einer Naht verschlossen. Dabei setze ich meist zusätzlich ein feines Kunststoffnetz ein, um die Bauchwand zu verstärken und einem Rückfall vorzubeugen. In der Regel werden Hernien minimalinvasiv versorgt, man spricht von einer sogenannten Laparoskopie. Dabei setze ich kleine Schnitte, über welche die Kamera und chirurgische Instrumente in den Bauchraum eingeführt werden. Welches OP-Verfahren infrage kommt, hängt unter anderem von Art und Größe des Bruchs sowie vom Patienten selbst ab.

Zeitungsseite als PDF: KW49_Hernien_Dr._Weindl_11.12.2021.pdf

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Dr. med. Irmgard Weindl

Schönfeldstraße 16
80539 München

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https://www.chirurgie-josephinum.de/

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Trockenreinigung: Einführung eines staubbindenden Wischverfahrens in der Klinik Josephinum

09.12.2021 – Jedes Jahr werden ca. 14.000 Liter Wasser und 73 Liter Reinigungsmittel im Josephinum für die tägliche Unterhaltsreinigung aufgewendet. Das ist Wasser, welches durch eine Reinigungsumstellung zum Teil eingespart werden kann. Statt der herkömmlichen Nassreinigung, soll der Boden nun trocken gereinigt werden. Doch wie kommt es zu der Idee, die Reinigung umzustellen?

Helene_Jurka_HWL_JOS.JPGMein Name ist Helene Jurka. In der Klinik Josephinum bin ich als Hauswirtschaftsleitung angestellt. Ich besuche derzeit die Landwirtschaftsschule Rosenheim, Abteilung Hauswirtschaft und absolviere dort berufsbegleitend die Ausbildung zur Hauswirtschaftsmeisterin.
Im Rahmen der Abschlussprüfung muss jede Studierende ein Arbeitsprojekt durchführen. So bin ich auf die Idee gekommen, als Projektthema die Unterhaltsreinigung in den Patientenzimmern umzustellen.

Was genau ist diese Trockenreinigung?

Der wesentliche Unterschied zur Nassreinigung ist, dass der Mopp nicht mit einer Reinigungslösung getränkt wird. Die Reinigungskraft verwendet einen speziellen Wischbezug aus Mikrofaser, der den Staub besonders gut bindet. Durch dieses staubbindende Wischverfahren kann lose aufliegender Schmutz problemlos beseitigt werden, z.B. Haare, Staub oder Brösel. Die Reinigungswirkung ist fast noch besser als bei der Nassreinigung. Der einzige Nachteil ist, dass anhaftende Verschmutzungen, wie z.B. Säfte nicht beseitigt werden können. Bei Bedarf wird also auf die Nassreinigung zurückgegriffen. Ob der gesamte Boden oder nur punktuell nass gereinigt wird, entscheidet die Reinigungskraft selbstständig und situationsbedingt.

Kann das in der Praxis überhaupt funktionieren?

Vergleich Nass und TrockenreinigungGanz einfach: Ja. Untersuchungen der Keimbelastung vor und nach der Reinigung zeigen, dass das staubbindende Wischverfahren sehr gut funktionieren kann. Mithilfe von sogenannten Abklatschuntersuchungen, konnte die genaue Keimzahl jeweils vor und nach den beiden Reinigungsverfahren ermittelt werden. Und die Ergebnisse der Trockenreinigung sprechen für sich:

Durch die Trockenreinigung halbiert sich die Keimbelastung, während diese sich bei Nassreinigung verdoppelt.

Neben diesen sehr guten Ergebnissen wurde die Trockenreinigung insgesamt gut angenommen. Sowohl vom Klinikpersonal als auch den Patienten. Jeder Patient hatte bei seiner Entlassung die Möglichkeit, einen Fragebogen auszufüllen und potenzielle Probleme zu schildern. Die Auswertung der Fragebögen hat gezeigt, dass der Großteil der Patienten mit dem Reinigungsergebnis sehr zufrieden war. Auch die Reinigungskräfte, die im Pilotbereich gearbeitet haben, waren äußerst angetan von der neuen Zimmerreinigung.

Auch im Gang wurde die Trockenreinigung erprobt, was die Unfallgefahr durch Ausrutschen erheblich senkte. Das überzeugte auch andere Abteilungen, wie die Physiotherapie. Normalerweise muss die Reinigungskraft immer warten, bis der Patient wieder sicher im Bett liegt, bevor der Boden gereinigt werden kann. Diese Wartezeit fällt jetzt weg, da nach der Reinigung auf dem Boden kein Feuchtfilm mehr ist.

Das Projekt hat gezeigt, dass ein staubbindendes Wischverfahren in einem Krankenhaus gut funktionieren kann und viele Vorteile mit sich bringt. Im Pilotbereich hat es sehr gut funktioniert. Mein weiteres Ziel ist nun, die Reinigung nach und nach auch in den restlichen Patientenbereichen auf ein staubbindendes Wischverfahren umzustellen. Zu berücksichtigen ist, dass es in manchen Bereichen wie, z.B. den Operations-Bereichen oder bei isolierten Patienten nicht funktioniert. Hier ist es zwingend notwendig, dass der Boden desinfiziert wird.  

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Ratgeberseite: Was hat die Nasenscheidewand mit der Form der äußeren Nase zu tun?

20.11.2021 – Hat jemand Beschwerden an der Nase, denken die meisten sofort an Schnupfen oder Nasennebenhöhlenentzündungen. Doch nicht nur die Entzündungen sorgen oftmals für Nasenprobleme. Auch durch eine verkrümmte Nasenscheidewand kann es mitunter zu einer beeinträchtigten Nasenatmung bis hin zu ästhetischen Störungen der Nasenform kommen. Welche Bedeutung die Nasenscheidewand gerade für die äußere Nase hat, erläutert Prof. Andreas Riederer, HNO-Facharzt im Josephinum. 

Was sind die Ursachen einer Nasenscheidewandverkrümmung?

Prof. Riederer: Tatsächlich hat jeder Mensch eine leicht gekrümmte Nasenscheidewand – die meisten, ohne dies im Alltag zu merken. Dazu muss man wissen: Die innere und äußere Nase besteht aus knöchernen und knorpeligen Teilen, die noch einige Jahre über die Pubertät hinaus wachsen. Dabei schieben sich die Knochen oder der Knorpel oft über- oder auseinander und die Nasenscheidewand verformt sich dadurch mehr oder weniger.

Welche sichtbaren Folgen hat eine verformte Nasenscheidewand?

Prof. Riederer: Im schlimmsten Fall eine Veränderung der äußeren Nasenform: Eine verkrümmte Nasenscheidewand kann eine Schiefstellung an der äußeren Nase bewirken und dadurch die Ästhetik der Nase beziehungsweise des gesamten Gesichts stören. Bei einer „Schiefnase“ geht die Verkrümmung der Nasenscheidewand zumeist auf die andere Seite. Es gibt hier natürlich noch andere Formveränderungen mit unterschiedlichen optischen Ausprägungen. Ich sehe in meiner Praxis zum Beispiel oft Patienten mit einer hängenden Nasenspitze oder verschieden großen Nasenlöchern. Ursache dafür ist eine verlängerte beziehungsweise verkrümmte untere Nasenscheidewandkante. Häufig sind auch die sogenannte Höckernase oder die Spannungsnase. Betroffene haben dann eine zu hohe Nasenscheidewand.

Wer leidet an einer „Sattelnase“ oder „Schweinchennase“?

Prof. Riederer: Fehlt ein Teil der Nasenscheidewand, fällt der Nasenrücken ein. Dann spricht man von einer sogenannten Sattelnase. Ursachen dafür sind ein Bluterguss in der Nasenscheidewand, der sich entzündet hat oder wenn bei einer Operation zu viel Knorpel entfernt wurde. In diesem Fall kann es auch passieren, dass sich die Nasenspitze anhebt – im Volksmund „Schweinchennase“ genannt.

Wie stellen Sie eine Nasenscheidewandverkrümmung fest?

Prof. Riederer: Dazu gibt es verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten: Bei einer sogenannten Nasenendoskopie untersuche ich das Naseninnere und begutachte die Nasenscheidewand, Nasenmuscheln und seitlichen Nasengänge. Bei einer Rhinomanometrie lässt sich mithilfe einer Atemmaske feststellen, ob Verkrümmungen zu einer Beeinträchtigung der Atmung führen. Ein Bruch, eine Stauchung oder die Verschiebung der knorpeligen und knöchernen Strukturen ist mittels Computertomographie gut darstellbar. Vor einer OP führe ich noch eine Geruchsprüfung durch. Außerdem bewege und taste ich die Nase ab, um nicht sichtbare, schwache und verformte Strukturen zu erkennen. So kann ich unter anderem prüfen, ob eine Abweichung der vorderen Kante der Nasenscheidewand vorliegt.

Welche Operationsmöglichkeiten gibt es zur Begradigung der Nasenscheidewand?

Prof. Riederer: Ich führe zumeist eine sogenannte geschlossene Septorhinoplastik durch. Dieser Eingriff ist für das Gewebe schonend, da weniger Verletzungen oder Vernarbungen verursacht werden. Dabei begradige ich die knöchernen und knorpeligen Teile so weit wie nötig und entferne gegebenenfalls verformte Knochen- oder Knorpelstücke. Durch Knorpel-Transplantate aus der hinteren knorpeligen Nasenscheidewand oder falls nicht mehr vorhanden, aus der Ohrmuschel, können die fehlenden Bereiche der Nasenscheidewand rekonstruiert werden, die zu einer Formveränderung der äußeren Nase geführt haben. Mit Nähten stabilisiere ich die begradigten Regionen und befestige sie an den knöchernen Strukturen der Nase.

Warum ist es so wichtig, sich für eine Nasen-OP in die Hände eines ausgewiesenen Experten zu begeben?

Prof. Riederer: Bei einer Nasen-OP handelt es sich um einen äußerst komplexen Eingriff. Wichtig zu wissen für Patienten: Nur die äußere Nase zu modellieren, ist zu kurz gedacht und für den Betroffenen auch nicht zielführend. Bei fast jeder Operation an der äußeren Nase spielt die Nasenscheidewand eine zentrale Rolle, um ein gutes ästhetisches Ergebnis zu erzielen. Außerdem ist es entscheidend, während der OP die Statik der Nase im Auge zu behalten. Wurde diese bei der OP nicht berücksichtigt, kann das die Nasenform auch später noch negativ verändern. Die Konsequenz ist dann in der Regel ein Folgeeingriff. Aus diesem Grund sollten Nasenoperationen nur von Chirurgen durchgeführt werden, die auch die Techniken der Nasenscheidewandoperation beherrschen.

Zeitungsseite als PDF: KW46_Äußere_Nase_Prof._Riederer_20.11.2021.pdf

Kontakt:

Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Andreas P. Riederer

Sollner Straße 65b/II
81479 München

Tel: 089 – 74 44 35 78 oder: 089 – 72 77 94 91

https://hno-riederer.de

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Corona-Update: Wir führen weiterhin alle geplanten Operationen durch!

 19.11.2021 – Wegen der vierten Corona-Welle hat die Regierung von Oberbayern aufschiebbare Operationen in Krankenhäusern mit Covid-Schwerpunkt verboten.

Dies betrifft das Josephinum im Moment noch nicht! Wir nehmen weiterhin Patienten mit geplanten Eingriffen auf.

Nach wie vor bieten wir Ihnen selbstverständlich Patientensicherheit auf höchstem Niveau:

  • FFP2-Masken waren und sind natürlich Pflicht, bevor es in die Klinik geht.
  • Schon am Eingang erwartet Sie unsere Security und überprüft, ob Sie einen PCR-Test vorweisen können.
  • Die vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln halten wir in allen Bereichen ein.
  • Wir bitten um Verständnis, dass nach wie vor keine Besucher erlaubt sind.
  • Die akute Patientenaufnahme erfolgt auf einer separaten Station.

Danke für Ihre Mithilfe und für Ihr Verständnis!

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„Fast track“ – Die neue Methode verbessert die Mobilisation bei künstlichen Gelenken

21.10.2021 – PD Dr. Andreas Burkart zählt laut tz und Münchner Merkur wieder zu den TOP-Experten in Bezug auf künstliche Gelenke. Er erklärt, warum durch Fast-track eine zügige Rückkehr zu früherer Aktivität gelingt.   

Fast-Track-Methode

Den Patienten helfen, nach dem Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks schnell wieder auf die Beine zu kommen, ist Ziel der sogenannten Fast-Track-Methode. Schon am Tag nach der OP beginnt die Mobilisierung des Gelenks – allerdings mit Augenmaß und unter Berücksichtigung der individuellen Möglichkeiten des jeweiligen Patienten, betont Privatdozent Dr. Andreas Burkart.

Die Vorstellung, dass bei der Fast-Track-Methode alle sofort aus dem Bett gescheucht werden, sei natürlich falsch. Ohnehin müsse ein 80-Jähriger mit Vorerkrankungen anders behandelt werden als ein junger Sportler, erklärt der Orthopäde und Sportmediziner. Für viele bringe die Fast-Track-Methode aber klare Vorteile.

Entscheidende Schritte

Durch die Bewegung verliere die Muskulatur beispielsweise viel weniger an Kraft als das bei langem, passivem Liegen der Fall wäre. Auch Verklebungen werden verhindert. Bereits am OP-Tag könnten die meisten Patienten erstmals am Bett aufstehen oder sich zumindest aufsetzen. Am Tag darauf kommt die Gelenkmobilisierung mit Hilfe von Physiotherapie hinzu. „So spürt der Patient schnell, dass das Gelenk funktioniert und Bewegung wieder möglich ist“, erklärt der Experte. Dies verbessere sich während des Klinikaufenthalts spürbar, was Selbstvertrauen geben und den weiteren Therapieverlauf begünstigen kann.

Am dritten Tag seien die Patienten mit Gehwagen oder -stöcken in der Klinik unterwegs, bevor nach rund einer Woche die Reha beginnt, bei der es weiter vorangeht. Möglich wird Fast-Track auch durch Maßnahmen bei der OP. So werde die Gelenkkapsel bei dieser mit einem langen wirksamen Anästhetikum gegen Schmerzen infiltriert und mit Medikamenten Blutungen während und nach der Operation vermindert. Deshalb könne vielfach auch auf mehrere und vor allem mehrtägige Drainagen verzichtet werden, die den Patienten an der Mobilisierung hindern würden.

Risiken senken

Ein weiterer Vorteil der Fast-Track-Methode sei die geringere Gefahr von postoperativen Komplikationen wie Thrombose, Lungenembolie oder -entzündung. „Deren Risiko sinkt durch die frühe Mobilisierung signifikant“, erklärt Dr. Burkart, dessen Spezialgebiet neben künstlichen Kniegelenken auch die Endoprothetik an der Schulter ist. Schulterpatienten müssten etwas länger warten, bevor sie mit der Mobilisierung beginnen können, erklärt der Experte. Der Grund: Anders als bei Eingriffen am Knie, müssten nach der Gelenkimplantation an der Schulter die Muskeln und Sehnen wieder fixiert werden. Wichtig sei bei allen dieser Eingriffe, den Patienten ausführlich zu informieren und ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Operateur, betont Dr. Burkart. Er selbst nehme sich deshalb viel Zeit und gebe bereits vor der OP-Ratschläge und Tipps an die Hand, was der Patient vor dem Eingriff tun kann, was ihn danach erwartet und inwieweit der Patient selbst zum Erfolg beitragen kann.

Zeitungsseite als PDF: Dr_Burkart_Beitrag_TZ_Merkur_21.10.2021.pdf

Kontakt:

PD Dr. med. Andreas Burkhard
Gelenkzentrum München
Rosenkavalierplatz 10
81925 München

Telefon: 089/288625
www.gelenkzentrum-muenchen.de

 

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Ratgeberseite: Spinalkanalstenose – Alltags-Tipps für Betroffene

16.10.2021 – Menschen mit Spinalkanalstenose haben einen zu engen Wirbelkanal, der dann die Nerven einklemmt. Schuld daran sind Abnutzungserscheinungen der kleinen Wirbelgelenke und der Bandscheiben im Alter, die durch Bewegungsmangel oder auch Veranlagung entstehen. Die spinale Stenose kann in der Lenden- oder in der Halswirbelsäule auftreten und teilweise massive Beschwerden auslösen. Dazu gehören etwa ausstrahlende Schmerzen in Arme oder Beine, Gangstörungen oder Störungen der Feinmotorik. Von selbst verschwinden die Beschwerden jedoch leider nicht. Wir sprechen darüber mit Prof. Dr. Stefan Zausinger. Der Facharzt für Neurochirurgie im Josephinum weiß, wie Betroffene mit dem medizinischen Krankheitsbild „Spinalkanalstenose“ im Alltag am besten umgehen und wie sie die Beschwerden in den Griff bekommen können.

Welche Sportarten können und dürfen Betroffene machen?

Prof. Zausinger: Sehr charakteristisch für Menschen mit einer Stenose der Lendenwirbelsäule ist zum Beispiel, dass sie problemlos Fahrrad fahren können, jedoch bereits eine deutliche schmerzbedingte Einschränkung ihrer Gehstrecke beklagen. Dennoch gilt: Betroffene sollten sich nicht absichtlich schonen und jede sportliche Betätigung vermeiden. Ich empfehle meinen Patienten im Gegenteil, auf ausreichend Bewegung und Kräftigung der Rumpfmuskulatur zu achten. Günstig sind vor allem Sportarten mit gleichmäßigen, gut dosier- und kontrollierbaren Bewegungen wie eben etwa Radfahren, Walking, Rudern, Schwimmen oder auch Muskelkräftigung im Fitnessstudio. Dagegen sollten Betroffene Sportarten mit schnellen und ruckartigen Bewegungen eher meiden, wie sie bei Ball- und Schlägersportarten häufiger vorkommen.

Wie schläft man bei Spinalkanalstenose richtig, um Rückenschmerzen zu vermeiden?

Prof. Zausinger: Die Wirbelsäule sollte beim Schlafen dieselbe Form einnehmen, wie sie es im aufrechten Stand tut. Die ideale Schlafhaltung bei Spinalkanalstenose an der Halswirbelsäule ist auf dem Rücken liegend oder auf der Seite mit durch ein Spezialkissen unterstütztem Kopf. Am schlechtesten für die Halswirbelsäule ist die Bauchlage. Denn dabei muss sie sich zwangsweise in unnatürlicher Weise verdrehen. Patienten mit Spinalkanalstenose an der Lendenwirbelsäule vermeiden Schmerzen beim Schlafen am besten in Seitenlage mit leicht gebeugten Knien. Denn so liegt die Wirbelsäule automatisch in ihrer natürlichen Krümmung. Grundsätzlich empfehlenswert ist eine möglichst punktelastische Matratze, die die Körperformen vor allem im Bereich der Schultern und des Beckens optimal unterstützt.

Kann und darf man mit Spinalkanalstenose arbeiten?

Prof. Zausinger: Grundsätzlich ja. Wie stark die Beschwerden die Arbeitsfähigkeit des einzelnen Betroffenen einschränken, hängt vom ausgeübten Beruf ab. So kann zum Beispiel eine sehr starke körperliche Belastung, etwa das berufsbedingte Tragen schwerer Gewichte, den Verlauf der Beschwerden beschleunigen. Und wer im Sitzen arbeitet, sollte besonders auf eine rückengerechte Körperhaltung achten. Geeignete Hilfsmittel hierfür sind ergonomische Stühle und Stehpulte. Übrigens: Nach einer Spinalkanalstenose-OP beträgt die Arbeitsunfähigkeit in der Regel vier Wochen bis drei Monate.

Wie helfen Sie als Arzt Ihren Patienten bei einer Spinalkanalstenose?

Prof. Zausinger: Zunächst erfolgt eine gründliche Untersuchung meiner Patienten. Dazu begutachte ich die Form der Wirbelsäule und gegebenenfalls vorhandene Bewegungseinschränkungen. Zudem prüfe ich, ob Schmerzen auftreten, zum Beispiel bei Dehnung der Nerven oder Abklopfen der Wirbel. Laboruntersuchungen und Röntgenaufnahmen sowie Kernspin- oder Computertomografie helfen außerdem dabei, die Lage und das Ausmaß der Spinalkanalstenose zu beurteilen. Wenn keine neurologischen Störungen vorliegen und die Schmerzen des Patienten nicht zu stark sind, ist eine konservative Therapie die beste Behandlungsmöglichkeit. Dazu gehören Physiotherapie, Rückenschule, Wärmetherapie, Schmerzbewältigungstraining und Schmerztherapie. Selten ist eine Operation nötig, um den Spinalkanal zu entlasten.

Wann und wie muss eine Spinalkanalstenose dann doch mal operiert werden?

Prof. Zausinger: Eine Operation wird nur bei einer starken Verengung des Wirbelkanals notwendig. Oder wenn Betroffene trotz konservativer Therapie unter sehr großen Schmerzen leiden beziehungsweise Lähmungserscheinungen oder starke Gefühlsstörungen auftreten. Ziel der Operation ist es, eine dauerhafte Schädigung des Nervensystems zu vermeiden, die Schmerzen deutlich zu lindern, die Geh- und Stehdauer und natürlich dadurch auch die Lebensqualität zu verbessern. Die Operation wird im Regelfall minimalinvasiv unter dem Operationsmikroskop durchgeführt. Das bedeutet: Über einen kleinen Hautschnitt in Höhe der Stenose trage ich die Verdickungen des Band- und Knochengewebes, die das Rückenmark oder die Nervenwurzeln einengen, unter Vollnarkose ab. So vergrößere ich den Innendurchmesser des Spinalkanals und verringere dadurch den Druck auf Nerven oder Rückenmark. Die Erfolgsaussichten der Operation sind gut. Die allermeisten Patienten berichten von einer deutlichen Besserung der Beschwerden. In der Regel können Patienten bereits am Tag nach der Operation aufstehen und das Krankenhaus nach wenigen Tagen schon wieder verlassen.

Zeitungsseite als PDF: KW41_Spinalkanalstenose_Prof._Zausinger_16.10.2021.pdf

Kontakt:

Prof. Dr. med S. Zausinger
Karlsplatz 4
80335 München

Tel: 08941112070
www.neurochirurgie-stachus.de

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Website-Relaunch und Facebook: Wir haben ein neues Gesicht!

15.10.2021 – Unsere neue Website bildet nach einem Relaunch unsere Gesundheitsdienstleistungen sowie alle anderen Facetten unserer Klinik für Sie ab. In besserer Übersicht, mit vereinfachter Darstellung und eleganter Anpassung. Ebenso haben wir eine neue Facebook Seite für alle interessierten Patient:innen. Hier veröffentlichen wir künftig Ein- und Ausblicke, die auf unserer Homepage nicht zu finden sind und laden Sie herzlich ein, uns zu abonnieren: https://www.facebook.com/KlinikJosephinum

Sie als Leser:innen erhalten über unsere Kanäle dabei auch Informationen zu unserer Identität und zu unserer Unternehmenskultur.

Wir hoffen, dass Ihnen unsere neue Website samt Facebook gut gefällt und Sie schnell zu den Informationen kommen, die für Sie wichtig sind. Über ein „Like“ freuen wir uns natürlich auch 😉 

Ihr Team aus der Klinik Josephinum im Herzen Münchens

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Ratgeberseite: Ammenmärchen rund ums Kreuzband – Was stimmt?

25.09.2021 – Ein akuter und heftiger Schmerz, ein Zerreißgefühl im Knie, in der Folge ein Anschwellen des Knies und Bewegungseinschränkung: „Kreuzbandriss“ ist dann eine wahrscheinliche Diagnose. Die meisten kennen einen Kreuzbandriss nur aus dem Fernsehen, wenn sich Hochleistungssportler diese Verletzung zuziehen. Ist man dann jedoch selbst einmal betroffen, herrscht bei vielen Verunsicherung. Denn um das Kreuzband ranken sich einige Ammenmärchen. Dr. Ralf Linke, ausgewiesener Knie-Spezialist aus dem Josephinum, geht den verbreitetsten Irrtümern auf den Grund.

Ein gerissenes Kreuzband muss immer operiert werden. Richtig oder falsch?

Dr. Linke: Falsch. Ob eine Kreuzband-Operation notwendig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa vom Ausmaß der Instabilität des Knies, von persönlichen sportlichen Ansprüchen oder von der Vorschädigung des betroffenen Kniegelenkes. Ich bespreche dies mit meinen Patienten immer im Einzelfall. Grundsätzlich gilt: Kindern und Jugendlichen sowie sportlich aktiven Erwachsenen wird eher zur Kreuzbandersatzoperation geraten. Ebenso empfehle ich in der Regel eine OP, wenn Patienten unter anhaltenden Instabilitätsattacken leiden, die sie im Alltag stark einschränken. Das bedeutet, dass ihnen bei alltäglichen Tätigkeiten, zum Beispiel dem Aussteigen aus dem Auto, häufig das Knie wegknickt. Wichtig zu wissen: Auch ohne Kreuzband sind kniegelenksschonende Sportarten wie Joggen und Radfahren meist weiterhin problemlos möglich.

Profi-Fußballspieler stehen meistens schon spätestens 6 Monate nach einer Kreuzband-OP wieder auf dem Platz. So schnell ist jeder wieder fit. Stimmt das?

Dr. Linke: Nein. Betroffene sollten sich besser nicht mit Profi-Sportlern vergleichen und ihrem Körper die gleiche Heilungsleistung abverlangen. Denn Hochleistungssportler gehen mit ganz anderen Grundvoraussetzungen in den Heilungsprozess: Sie sind schon alleine durch ihren körperlichen Zustand und auch durch die Möglichkeit zur Intensiv-Nachbehandlung mit eigenen Physio- und Reha-Therapeuten im Vorteil was den Muskelaufbau und die Wiedererlangung der Koordinationsfähigkeit nach einer OP angeht. Aber selbst bei ihnen gibt es Heilungsfaktoren, die sich nicht beschleunigen lassen. So kann man etwa das Einheilen des Kreuzbandtransplantats nicht beeinflussen. Denn das dauert genauso lange wie etwa bei einem Hobbysportler. Wenn beispielsweise ein Profi-Fußballer trotzdem schon nach sechs Monaten wieder auf dem Platz steht, dann geht er damit unter Umständen ein kalkuliertes Risiko ein.

Wenn ich bei einem gerissenen Kreuzband keine Schmerzen im Alltag habe, muss ich mich auch nicht behandeln lassen. Korrekt?

Dr. Linke: Im Gegenteil: Denn wer einen Schaden nicht vollständig behandelt, riskiert unter Umständen irreparable Spätfolgen. Wichtig ist es deshalb, bei einem Kreuzbandriss gemeinsam mit dem behandelnden Arzt abzuwägen, ob und welche Therapie nötig ist. Entscheidend ist in diesem Fall, inwieweit eine Instabilität des Kniegelenks vorliegt. So kommt es zum Beispiel bei einem vorderem Kreuzbandriss zu einer vermehrten Beweglichkeit des Unterschenkels nach vorne und zu einer Rotationsinstabilität. Wenn diese dauerhaft ist, kann es aufgrund zunehmender Meniskus- und Knorpelschädigung zu einer frühzeitigen Gelenksabnützung kommen (der sogenannten Arthrose). Falls Betroffene unter Instabilitätsattacken leiden, können schwerwiegende Meniskus- und Knorpelverletzungen die Folge einer Nichtbehandlung sein. Auch dies kann wiederum durch die verringerte Stoßdämpferwirkung der geschädigten Strukturen zu frühzeitiger Arthrose führen.

Je schneller sich Patienten nach einer Kreuzband-OP wieder normal belasten, desto besser. Was ist dran?

Dr. Linke: Prinzipiell ist ein rascher Beginn mit Physiotherapie nach einer Kreuzband-Operation tatsächlich von Vorteil. Aber immer gilt: Erst muss das Kreuzbandtransplantat in den Knochenkanälen fest verwachsen. Und das braucht Zeit. Entscheidend ist auch, dass Betroffene die krankengymnastischen Übungen schmerzfrei durchführen können. Nach entsprechender Anleitung durch den Physiotherapeuten können Patienten dies auch selbstständig zu Hause tun. Sportarten, die frühzeitig zum Muskelaufbau geeignet sind, sind etwa Schwimmen und Radfahren. Dagegen sind Stop and Go-Sportarten wie etwa Handball, Fußball oder Squash frühestens nach sechs Monaten wieder erlaubt. Ich empfehle vielen meiner Patienten auch, erst nach neun Monaten zu starten. Denn ein verfrühter Beginn von Stop and Go-Bewegungen kann zu einer Auslockerung des Kreuzbandtransplantats und in der Folge zu einer anhaltenden Instabilität führen. Deshalb ist es grundsätzlich wichtig, eine geplante Rückkehr in den Hobby-Sport immer erst mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.

Zeitungsseite als PDF: KW38_Kreuzbandverletzung_Dr_Linke_25092021.pdf

Kontakt:

Dr. med. R. Linke
Rosenkavalierplatz 10
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Tel.: 089 28 86 25
www.gelenkzentrum-muenchen.de

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Krankenhäuser im Test: Josephinum steht auf der Liste von „Deutschlands beste Krankenhäuser 2021“

24.08.2021 – Welche Kliniken in Deutschland die zufriedensten Patienten und die höchste Qualität haben, das zeigt eine Studie des F.A.Z.-Instituts. Hier wurde das Josephinum in der Onlineberichterstattung für die Abteilung Orthopädie im Hinblick auf deren hohe Qualität ausgezeichnet.

Die Studie bewertete die Qualität von 2.200 deutschen Krankenhäusern in verschiedenen sachlichen Kriterien. Die Bewertungsgrundlagen waren wie folgt:

  • medizinische und pflegerische Versorgung
  • personelle Besetzung und fachliche Qualifikation von Ärzten und Pflegekräften
  • Kontroll-Tools sowie die Serviceleistungen des Krankenhauses
  • die emotionale Bewertung eines Hauses durch den Patienten selbst (über den TK-Klinikführer, die „Weisse Liste“ sowie das Online-Portal klinikbewertungen.de)
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Ratgeberseite: Darmkrebs: Die vermeidbare Volkskrankheit – Vorsorge besonders wichtig!

14.08.2021 – Eigentlich sollte ich mal… So oder so ähnlich denken die meisten über die Darmkrebs-Vorsorge – und schieben die Untersuchung dann doch wieder auf die lange Bank. Denn leider gilt Darmkrebs immer noch als Tabuthema und viele scheuen vor der Früherkennungs-Untersuchung zurück. Warum gerade hier die Vorsorge überlebenswichtig sein kann, weiß Prof. Dr. Michael Kasparek. Wir sprechen mit dem Leiter der Viszeralchirurgie am Josephinum über die vermeidbare Volkskrankheit Darmkrebs.

Warum ist die Früherkennung so wichtig?

Prof. Dr. Kasparek: Darmkrebs wird auch oft die „stille Krankheit“ genannt, da lange Zeit keine Symptome auftreten. Wenn Betroffene dann wirklich Beschwerden bemerken, ist der Krebs in der Regel schon ausgebrochen. Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Was viele jedoch nicht wissen: Er lässt sich in den meisten Fällen durch eine rechtzeitige Vorsorgedarmspiegelung – auch Koloskopie genannt – vermeiden, wenn dabei die Krebsvorstufen (die sogenannten Adenome) einfach entfernt werden. Diese Adenome sind in der Regel über viele Jahre gutartig bevor sie zu Krebs entarten. Das bedeutet: Viel Zeit, um die Krebserkrankung zu verhindern. Dazu kommt: Bei kaum einer anderen Krebsart besteht bei der Früherkennung so eine große Chance auf Heilung. Doch nur wer die Vorsorge auch wahrnimmt, hat eine Chance! Viele haben auch Angst vor der Untersuchung selbst und vor dem möglichen Ergebnis. Hier kann ich Betroffene beruhigen: Wenn Sie frühzeitig und regelmäßig zur empfohlenen Darmkrebsvorsorge gehen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei Ihnen ein Krebs diagnostiziert wird, extrem gering. Und selbst wenn Krebs entdeckt wird, dann meist in einem frühen Stadium mit guter Chance auf Heilung.

Wer sollte zur Vorsorgeuntersuchung gehen?

Prof. Dr. Kasparek: Grundsätzlich gilt: Die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken nimmt mit steigendem Alter zu, Männer sind dabei häufiger betroffen als Frauen. Deshalb wird eine Vorsorgekoloskopie bei Männern bereits ab dem 50. Lebensjahr empfohlen. Für Frauen gilt diese Empfehlung erst ab 55 Jahren. Zwischen 50 und 55 Jahren machen Stuhltests auf nicht sichtbare Blutbeimengungen, die von Krebsvorstufen oder auch von Darmkrebs kommen können, Sinn. Diese können jedoch auch schon früher im Leben angewandt werden und sollten, wenn sich Blut nachweisen lässt, immer eine komplette Darmspiegelung nach sich ziehen. Darüber hinaus ist es für Betroffene wichtig, Blutbeimengungen beim Stuhlgang immer durch eine Darmspiegelung abklären zu lassen. Menschen mit Verwandten ersten Grades, die ein Adenom oder Krebs im Dickdarm oder Mastdarm hatten, sollten sich 10 Jahre vor dem Alterszeitpunkt, zu dem bei dem Verwandten das Adenom oder der Darmkrebs nachgewiesen worden ist, einer Darmspiegelung unterziehen.

Wie läuft eine Darmspiegelung ab?

Prof. Dr. Kasparek: Bei der Darmspiegelung untersucht der Arzt den gesamten Dickdarm, Mastdarm und Enddarm sowie den letzten Teil des Dünndarms. Für Patienten wichtig zu wissen: Die Vorbereitung zur Untersuchung ist einfach und kaum zeitaufwendig. Die Untersuchung selbst erfolgt in der Regel ambulant, schmerzfrei und auf Patientenwunsch sogar im Dämmerschlaf. Mit einem Endoskop wird das Innere des Darms betrachtet und die Darmschleimhaut nach Auffälligkeiten untersucht. Während der Koloskopie lässt sich dann gegebenenfalls gleich eine Gewebeprobe entnehmen und bestehende Adenome entfernen und so der Krebsentstehung aus diesen vorbeugen. Die gesamte Darmspiegelung dauert nur etwa 20 Minuten. Seien Sie sich sicher: Diese Untersuchung ist tägliche Routine für Ihren Gastroenterologen und es besteht keinerlei Grund zur Scham.

Darmkrebs im frühen Stadium entdeckt. Wie geht es weiter?

Prof. Dr. Kasparek: Grundsätzlich ist eine interdisziplinäre Planung der Therapie entscheidend für den Behandlungserfolg. Deshalb arbeiten wir eng mit unseren Kollegen der Gastroenterologie, Hämatoonkologie, Radiologie und Strahlentherapie zusammen. Für viele Patienten mit Darmkrebs ist die Operation der wichtigste Behandlungsschritt. Wenn der Tumor vollständig entfernt wird, ist eine dauerhafte Heilung möglich. Bei sehr kleinen Tumoren kann die vollständige Abtragung im Rahmen der Darmspieglung in manchen Fällen bereits ausreichend sein. Bei den etwas größeren Tumoren ist dies technisch häufig nicht möglich. Da hier auch das Risiko für Absiedlungen in den angrenzenden Lymphknoten zunimmt, müssen diese ebenfalls herausgenommen und der betroffene Darmabschnitt komplett entfernt werden. Danach werden die beiden Darmenden wieder miteinander verbunden. Sehr häufig lässt sich dieser Eingriff heute auch minimalinvasiv in der sogenannten Schlüsselloch-Technik durchführen. So sind die Schnitte kleiner und die Patienten erholen sich etwas schneller. Bei größeren Tumoren oder Befall von Lymphknoten kann eine Vor- oder Nachbehandlung mit Chemo- oder Strahlentherapie die Prognose deutlich verbessern. Die meist nur vorübergehende Anlage eines künstlichen Darmausgangs ist nur sehr selten notwendig. Sollte es durch den Tumor zu einem Darmverschluss oder -durchbruch kommen, kann eine Notfalloperation notwendig werden.

Zeitungsseite als PDF: KW32_Darmkrebs_Prof_Kasparek_14082021.pdf

Kontakt:

Prof. Dr. med. Michael Kasparek
Schönfeldstr. 16
80539 München

Tel.: 089 28 67 59 10
www.chirurgie-josephinum.de 

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Ratgeberseite: Schmerzen am Ellenbogen: Welche Ursachen stecken dahinter?

10.07.2021 – Wem ist das nicht schon einmal passiert: Man stößt sich den Ellenbogen und ein unangenehm „elektrisierendes“ Gefühl schießt durch den Unterarm. Zum Glück ebbt der Schmerz bald wieder von selbst ab. Andere Schmerzen am Ellenbogen sind da hartnäckiger. Wir sprechen über die vielfältigen Krankheitsbilder am Ellenbogen mit Prof. Dr. Andreas Lenich, Spezialist für Schulter- und Ellenbogenchirurgie im Josephinum. 

Wodurch entstehen Ellenbogenschmerzen?

Prof. Dr. Lenich: Schmerzen im Ellenbogen können viele und ganz unterschiedliche Ursachen haben. Grundsätzlich muss man zwischen akuten und chronischen Ellenbogenschmerzen unterscheiden. Akute Schmerzen treten etwa nach einer Verletzung auf, zum Beispiel der Sehnen und Bänder, einem Bruch oder wenn der Ellenbogen ausgekugelt ist. Daneben können auch durch Fehl- oder Überbelastung Schmerzen entstehen. Dann spricht man von den vielen bekannten Tennisellenbogen, Golferellenbogen oder dem Mausarm. Auslöser hierfür sind neben den besagten Sportarten auch Arbeiten am PC mit der Maus, handwerkliche Tätigkeiten oder intensives Musizieren, etwa an Klavier oder Geige. Häufig kommen auch Entzündungen am Ellenbogen vor, wie etwa Sehnenscheiden- oder Schleimbeutelentzündungen oder die sogenannte Arthritis. Bei letzterer sind Gelenkschmerzen in Ruhe und nachts typisch. Arthritis kann zum Beispiel durch Bakterien oder Grunderkrankungen wie Rheuma, Schuppenflechte oder Gicht ausgelöst werden. Selten entstehen Schmerzen am Ellenbogen auch durch Arthrose. Durch Verschleißerscheinungen zeigen sich hier Belastungsschmerzen, die sich meist bei Ruhe oder Entlastung bessern. Und manchmal ist der Ellenbogen selbst gar nicht das Problem, sondern es treten zum Beispiel Schmerzen an der Schulter oder durch Muskelverspannungen im Nacken auf. Wenn diese sich festsetzen, können sie auch bis zum Ellenbogen oder sogar zur Hand ausstrahlen. Ist der Ellennerv dauerhaft, also chronisch gereizt, kann etwa ein Kubitaltunnelsyndrom vorliegen. Betroffene leiden dann unter stechenden, elektrisierenden Schmerzen im Ellenbogen und der Ringfinger sowie der kleine Finger fühlen sich taub an.

Mit welchen Schmerzen am Ellenbogen sollten sich Betroffene besser ärztlichen Rat einholen?

Prof. Dr. Lenich: Betroffene sollten in jedem Fall nach einem Sturz auf den Ellenbogen oder nach einem Unfall einen Spezialisten aufsuchen. Das gilt vor allem, wenn nach einer Ellenbogenverletzung die Schmerzen nicht durch Ruhe und Schonung abnehmen. Ich sehe auch viele Patienten, bei denen die Ellenbogenschmerzen belastungsunabhängig sind, also in Ruhe auftreten. Bei sehr starken Schmerzen in Verbindung mit Schwellung und Blutergüssen rund um das Ellenbogengelenk und bei stechend-schmerzhaften Entzündungen, Rötung und Temperaturerhöhung (also Überwärmung) des Ellenbogens sollten sich Betroffene sofort an einen Arzt wenden. Ebenso wenn das Gelenk in seiner Beweglichkeit stark eingeschränkt oder ganz versteift ist. Vorsicht ist auch geboten bei Taubheit oder Gefühlsstörungen im Arm, in der Hand oder in den Fingern. Außerdem kommen zu mir oft Patienten, die an chronischen Schmerzen leiden, welche bereits länger als drei Monate andauern.

Kann man den Ellenbogen auch konservativ therapieren?

Prof. Dr. Lenich: Ich lege sogar besonders großen Wert auf eine zunächst konservative Behandlung von Beschwerden am Ellenbogen, sofern dies möglich ist. Betroffenen empfehle ich eine qualitativ gute physiotherapeutische und physikalische (z.B. Wärme- und Kältebehandlung) Therapie unterstützt durch Osteopathie und sporttherapeutische Übungsbehandlung. Wichtig: Eine Überlastung des Ellenbogens durch Fehlbelastung in jedem Fall vermeiden! Bei akuten Verletzungen muss der Ellenbogen gegebenenfalls zunächst durch Bandagen oder Gipsverbände ruhiggestellt werden. Entzündungshemmende Schmerzmittel lindern starke Schmerzen und lassen Entzündungen abklingen. Aber Betroffene müssen wissen: Die Ursache wird dadurch nicht behoben!

Wann empfehlen Sie eine Operation?

Prof. Dr. Lenich: Ellenbogenschmerzen lassen sich in der Regel sehr gut durch konservative Verfahren behandeln. Wenn alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind, ist jedoch eine OP die richtige Wahl, um die Beweglichkeit des Ellenbogens wiederherzustellen und Schmerzen zu lindern. Grundlage der Behandlungsentscheidung ist für mich immer eine umfassende klinische und bildgebende Diagnostik, um die genaue Ursache der Ellenbogenschmerzen abzuklären. Wann eine Operation sinnvoll ist, bespreche ich zusammen mit dem jeweiligen Patienten im Einzelfall. Bei einem Nervenengpassyndrom leiden Betroffene beispielsweise anfangs an Gefühlsstörungen im Bereich des vierten und fünften Fingers, später können diese auch dauerhaft sein. Ebenso sind Schmerzen in Hand, Unterarm und Ellenbogengelenk möglich. Mittels Schienen und Orthesen lässt sich eine Beugung des Ellenbogengelenkes vermeiden. Außerdem empfehle ich in diesem Fall abschwellende und entzündungshemmende Medikamente. Sollten diese konservativen Therapieansätze nicht erfolgreich sein, befreie ich während einer OP den Nerv und verlagere ihn gegebenenfalls aus seinem knöchernen Bett. So kann ich die Mobilität meines Patienten in Alltag, Beruf und Freizeit wiederherstellen.

Zeitungsseite als PDF: KW27_Ellenbogen_Prof_Dr_Lenich_10072021.pdf

Kontakt:

Prof. Dr. med. Andreas Lenich
Nymphenburgerstr. 1
80355 München

Tel.: 089 52 13 10
www.orthopaedie-stiglmaierplatz.de

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Ratgeberseite: Hallux valgus – Was hilft bei einem Ballenzeh?

19.06.2021 – Der Ballenzeh ist die häufigste Zehenfehlstellung: Bei einem Hallux valgus ist der Ballen oft gerötet und entzündet, das Gelenk schmerzt bei jedem Schritt. Häufig tut der Ballen selbst auch nicht weh, sondern die Zehenballen daneben oder die sich bildenden Hammerzehen. Ein Hallux valgus kann in jedem Alter Beschwerden machen. Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter aber deutlich zu. Besonders oft sind Frauen betroffen. Wir sprechen mit Dr. Imke Fröhlich über das Krankheitsbild. Sie ist Spezialistin für Orthopädische Fußchirurgie im Josephinum.

Was ist die Ursache der schmerzhaften Schiefstellung der Zehen?

Dr. Fröhlich: In der Regel liegt eine Veranlagung zur Ausbildung eines Ballenzehs vor, die oft in Familien gehäuft auftritt. Falsches Schuhwerk, eine Bindegewebsschwäche, schwache Fußmuskulatur und eine Instabilität des ersten Mittelfußgelenkes können weitere Faktoren sein. Ein Hallux valgus entsteht, wenn beim Laufen die Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke zu wenig oder falsch belastet werden. Oft sehe ich den Hallux valgus in Verbindung mit einem sogenannten Spreizfuß und mit Hammerzehen oder schmerzhaften Schwielen unter den Zehenballen. Bei einem Ballenzeh spreizt sich der erste Mittelfußknochen nach innen ab und die Großzehe wird nach außen in Richtung der vier anderen Zehen gezogen. Schmerzhafte Fehlbelastung im Großzehengrundgelenk sowie die bekannte Fehlstellung mit teils Verdrängen oder Überlagern der angrenzenden Zehen sind oft die Folge.

Welche Beschwerden treten auf? Und warum ist es keine gute Idee, in eine Schonhaltung zu gehen?

Dr. Fröhlich: Interessanterweise muss ein Hallux valgus nicht immer Beschwerden verursachen. Sogar bei einer deutlichen Fehlstellung können manche Betroffene durch angepasstes Schuhwerk Schmerzen vermeiden. Bei anderen Patienten wiederum treten Schmerzen im Bereich des Großzehengrundgelenkes auf, eine Schleimbeutelentzündung oder Hühneraugen. Und: Die dauernde Fehlbelastung führt zur vorzeitigen Abnutzung der Gelenke, also Arthrose. Dann sind Bewegungseinschränkungen mit Schmerzen bei Belastung die leidige Folge. Wichtig zu wissen: Eine Schonhaltung beim Gehen, Stehen oder Laufen verursacht noch zusätzlich eine Fehlbelastung anderer Gelenke oder der Wirbelsäule, deshalb besser vermeiden!

Wie stellen Sie die Diagnose?

Dr. Fröhlich: Ich höre hier meist sehr typische Krankheitsgeschichten. Die Untersuchung des entkleideten Fußes im Stehen, Gehen und auch in entlasteter Situation stellen den Beginn der Untersuchung dar. Es werden unter anderem Hautveränderungen, Gelenkstellungen und Beweglichkeiten überprüft. Oft sehe ich auch schmerzhafte Schwielenbildungen. Zur Beurteilung der knöchernen Situation sind spezielle Röntgenaufnahmen im Stehen nötig. Dynamische Fußdruckmessungen und auch Feinschicht CT- Untersuchungen sind oft sehr sinnvolle Ergänzungen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Dr. Fröhlich: Ob eine Behandlung des Hallux valgus notwendig ist und welche Behandlung dann infrage kommt, hängt von der Ausprägung der Beschwerden und der Fehlstellung sowie von den Veränderungen im zeitlichen Verlauf ab. Konservativ können zum Beispiel Nachtlagerungsschienen, die die Zehen während der Nacht oder in Ruhe in ihrer natürlichen Stellung halten, ebenso hilfreich sein wie eine unterstützende Versorgung mit orthopädischen Einlagen. Druckstellen müssen durch ausreichend weite Schuhe oder auch Umpolsterungen vermieden werden. Mit Fuß- und Zehengymnastik unter professioneller Anleitung lassen sich die Fußmuskeln kräftigen. Das wirkt ebenfalls einer Fehlstellung entgegen. Auch Barfußgehen stärkt die Fußmuskulatur.

Wann empfehlen Sie eine Operation und welche Operationsmethode setzen Sie ein?

Dr. Fröhlich: Ich führe eine Hallux valgus-OP durch, wenn Patienten trotz erfolgter konservativer Bemühungen weiterhin oder vermehrt unter Beschwerden leiden oder die Fehlstellungen zunehmen. Eine OP ist auch angezeigt, wenn durch die Fehlausrichtung der Gelenkverschleiß (Arthrose) zunimmt. Mit der Operation helfe ich den Patienten, wieder eine bessere, natürliche Funktion des Fußes zu erlangen. So lässt sich erreichen, dass schmerzhafte Schwielenprobleme verschwinden und die Zehen sich wieder nebeneinander ausrichten können. Außerdem verbessert sich die Stand- und Gangsicherheit, was gerade im Alter besonders wichtig ist. Es gibt hier sehr viele verschiedene Operationstechniken. Die Auswahl muss immer unter Berücksichtigung der individuellen Situation getroffen werden. Hierzu braucht es viel Erfahrung beim Operateur. Ich setze bewährte Operationsmethoden ebenso ein wie neue, minimalinvasive Techniken. Häufig verwende ich biologisch abbaubare Schrauben oder Pins. Sofort nach der Operation können Patienten mit einem flachen Verbandsschuh dann wieder laufen. Übrigens: Der richtige Zeitpunkt für eine Operation ist individuell verschieden. Das rechtzeitige Aufsuchen eines Spezialisten hilft bei der Entscheidung. Daher biete ich Betroffenen an, sich einfach in meiner Sprechstunde vorzustellen. So kann ich mir ihre Füße ansehen und dann auch gerne mit ihnen den Verlauf beobachten.

Zeitungsseite als PDF: KW24_Hallux_valgus_Dr_Fröhlich_19062021.pdf

Kontakt:

Dr. med. Imke Fröhlich
Englschalkinger Str. 12
81925 München

Tel.: 089 9 99 09 78 0
www.oza-m.de

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Ratgeberseite: Morbus Dupuytren – Finger auf krummen Touren

15.05.2021 – Den Schlüssel aus der Tasche kramen, sich das Gesicht abtrocknen oder einfach nur die Hand flach auf den Tisch legen: Das ist für die meisten selbstverständlich. Für Betroffene der Erkrankung Morbus Dupuytren sind diese alltäglichen Dinge aber oft eine große Herausforderung. Was es mit der Krankheit mit dem komplizierten Namen auf sich hat und welche Therapiemöglichkeiten es für Betroffene gibt, erklärt Dr. Claus Deglmann, Handspezialist im Josephinum.

Welche Erkrankung steckt hinter Morbus Dupuytren?

Dr. Deglmann: Der Name Morbus Dupuytren, auch Dupuytren’sche Erkrankung oder Dupuytren’sche Kontraktur genannt, geht auf den französischen Chirurgen und Baron Guillaume Dupuytren zurück, der 1832 die Symptome ausführlich beschrieb. Bei dieser Erkrankung können Betroffene die Finger nicht mehr frei strecken. Sie krümmen sich Richtung Handfläche. Die Krankheit zählt zu den sogenannten Fibromatosen. Darunter versteht man gutartige Wucherungen im Bindegewebe. Oft sind der kleine Finger und der Ringfinger – häufig an beiden Händen – betroffen. Frauen erkranken dabei deutlich seltener an Morbus Dupuytren als Männer, beide vor allem ab dem 50. Lebensjahr. Bislang ist die Ursache der Erkrankung nicht komplett bekannt, eine erbliche Komponente ist wahrscheinlich. Patienten berichten manchmal über eine Verletzung, einen Bruch oder eine Überlastungssituation, welche die Knotenbildung beschleunigt hat. Auch andere Trigger wie Diabetes oder Alkoholkonsum können sich negativ auswirken.

Welche Symptome bemerken Betroffene?

Dr. Deglmann: Das erste Symptom ist meist eine langsame Verhärtung der Handinnenfläche, die in der Regel nicht schmerzhaft ist. In einem frühen Stadium sind dort oder in den Fingern außerdem kleine knotige Veränderungen tastbar. Im Verlauf können verhärtete Stränge sichtbar und auch fühlbar sein. Je weiter die Verhärtungen fortschreiten, desto mehr ziehen sich Finger in die Handinnenfläche. Es dauert meist aber Monate bis Jahre bis eine sogenannte Beugekontraktur auftritt. Durch die Stränge ist ein Strecken der betroffenen Finger nun nicht mehr möglich, was eine deutliche Funktionseinschränkung der Hand bedeutet.

Muss man in jedem Fall operieren?

Dr. Deglmann: Nein. Ich empfehle, grundsätzlich nicht zu früh operieren zu lassen. Denn jeder Eingriff kann auch eine Aktivierung der Strangbildung erzeugen. Eine reine Knotenbildung muss beispielsweise nicht operiert werden. Heilbar ist Morbus Dupuytren nicht und das Fortschreiten des Krankheitsverlaufs sehr individuell. Auch eine Stagnation in einem bestimmten Stadium ist möglich. Ich sehe sehr viele Patienten, bei denen die Erkrankung schmerzfrei und sehr langsam verläuft. Dann ist nach der Diagnose nicht unbedingt eine Behandlung angezeigt. In speziellen Fällen kann im Anfangsstadium eine Bestrahlung der Handinnenflächen eine Option sein, um das Wachstum des Bindegewebes zu verhindern. Wenn die Streckung eines Fingers mehr als 30 Grad eingeschränkt ist, kann eine operative Therapie besprochen werden. Je nach Einzelfall kommen minimalinvasive Eingriffe oder offene Operationen zum Einsatz.

Welche Operation ist für wen geeignet?

Dr. Deglmann: Ein minimalinvasiver Eingriff ist die perkutane Nadelfasziotomie (PNF). Diese erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung. Ich durchtrenne dabei ohne offene Hautschnitte mit speziellen Nadeln den betroffenen Strang. Patienten können den Finger danach sofort wieder strecken. Eine ähnliche minimalinvasive Möglichkeit ist die Injektion des Enzyms Kollagenase. Die Kollagenase wird in den Strang gespritzt, um ihn zu schwächen. Am nächsten Tag wird der Strang durch Strecken unter Lokalanästhesie „gebrochen“.  Beide Methoden versprechen einen raschen Therapieerfolg, sind allerdings nicht für jeden Patienten geeignet. Eine Kollagenasebehandlung wird von den meisten Krankenkassen zudem nicht bezahlt. Eine offene OP-Methode ist die sogenannte partielle Aponeurektomie. Dabei entferne ich mikrochirurgisch die Stränge und Knoten und stelle danach die Hautoberfläche wieder her. Das ist aufwendiger, allerdings ist ein Wiederauftreten an der operierten Stelle deutlich seltener als bei den minimalinvasiven Methoden.

Und was ist nach einer OP zu beachten?

Dr. Deglmann: Die Nachbehandlung ist in diesem Fall besonders wichtig. Und für ein gutes Operationsergebnis ist die aktive Mithilfe des Patienten gefragt. Direkt nach der Operation wird die betroffene Hand individuell geschient. Die Finger müssen nach der OP zügig und sportlich beübt werden. Der Arzt oder Handtherapeut zeigt Betroffenen hierfür geeignete Übungen. Patienten mit einem minimalinvasiven Eingriff, insbesondere nach einer Nadelfasziotomie, sind schnell wieder fit, die Einschränkungen dauern etwa 7 bis 14 Tage. Nach einer offenen OP wiederum muss ausdauernd geübt werden: In der Regel ist die Hand dann nach etwa 6 Wochen wieder voll einsatzfähig. Narben im Bereich der Hand sind meist länger empfindlich als in anderen Körperbereichen, da die Gefühlsnerven hier besonders dicht sind. Deshalb stimme ich zusammen mit den kooperierenden Handtherapeuten die Narbentherapie genau auf die Operation und meine Patienten ab.

Zeitungsseite als PDF: KW19_Morbus_Dupuytren_Dr_Deglmann_15052021.pdf

Kontakt:

Dr. med. Claus J. Deglmann
Marienplatz 21
80331 München

Tel.: 089 235 560 0
www.muenchenhand.de

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Ratgeberseite: Schlafmangel gefährdet die Gesundheit – Tipps für Ausgeschlafene

24.04.2021 – Eine halbe Stunde… so lange dauert es durchschnittlich bis wir einschlafen. Doch bei vielen klappt das nicht immer. Sei es das nicht enden wollende Gedankenkarussell, unruhige Beine, das Schnarchen des Partners, übermäßiger Kaffeekonsum oder Medikamenteneinnahme: Gründe, um sich schlaflos hin und her zu wälzen, gibt es viele. Auch wer in der Nacht mehrfach aus dem Schlaf gerissen wird, kann sich nur schwer erholen. Problematisch wird es dann, wenn Ein- und Durchschlafstörungen über einen längeren Zeitraum auftreten und die Gesundheit beeinträchtigen. Über Risiken und Therapieformen sprechen wir mit Prof. Dr. Murat Bas, HNO-Arzt und Experte für Schlafmedizin in der Klinik Josephinum.

Haben Sie Tipps für einen erholsamen Schlaf?

Ein gesunder Schlaf hängt von verschiedenen Faktoren ab, die sich zum Teil beeinflussen lassen. Wichtig ist es, die Regeln der sogenannten „Schlafhygiene“ zu beachten: Also zum Beispiel kein Koffein nach 14 Uhr zu trinken und auf Alkohol weitgehend zu verzichten – vor allem als „Einschlafhilfe“. Außerdem ist es förderlich für einen gesunden Schlaf, sich regelmäßige körperlich zu betätigen, keine schweren Mahlzeiten am Abend zu sich zu nehmen sowie geistige und körperliche Aktivitäten mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen runterzufahren. Eine angenehme Atmosphäre und eine Raumtemperatur von 16 bis 20 Grad sind ebenfalls hilfreich. Ich empfehle außerdem, alle Lichter und technischen Geräte – wie Fernseher und Smartphone – komplett auszuschalten. Auch ein persönliches Einschlafritual, etwa eine Tasse Tee, Lesen oder Entspannungsmusik unterstützt eine erholsame Nacht.

Wie lange sollte man täglich schlafen?

Dies kann sich individuell unterscheiden. Schlafstudien verweisen auf eine Schlafdauer zwischen 6 und 8 Stunden für einen erholsamen Schlaf. Wichtig ist die Einhaltung der sogenannten „angewöhnten Schlafdauer“. Bereits 20 Minuten zu wenig Schlaf können Schlafmangel mit Tagesmüdigkeit auslösen. Aber zu viel Schlaf ist auch ungesund. So erhöht sich ab einer Schlafdauer von 8 Stunden das Risiko für Diabetes und Übergewicht.

Welche Warnsignale gibt es für eine Schlafstörung?

Ein Warnsignal ist etwa, wenn man tagsüber auffallend müde ist oder dazu neigt, in monotonen Situationen einzuschlafen. Auch Schlappheit, Antriebsmangel, Sekundenschlaf, Konzentrations- oder Gedächtnisstörungen sollten Betroffene durchaus ernst nehmen. Aber: Nicht immer liegt eine krankhafte Schlafstörung vor. Diese Symptome können sich auch zeigen, wenn jemand zu wenig oder zur falschen Zeit geschlafen hat, etwa bei Nacht- oder Schichtarbeit.

Warum gelten Schlafstörungen heute als Volksleiden?

Tatsächlich gibt es über 80 Erkrankungen, die Patienten an einem erholsamen Schlaf hindern können. Wichtig zu wissen: Schlafstörungen können unbehandelt gefährlich werden. Sie erhöhen das Risiko für beispielsweise Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche, Herzinfarkt oder Schlaganfall und können die Lebenserwartung verringern. Am häufigsten tritt die sogenannte Insomnie (Ein- und Durchschlafstörung) auf. Viele Patienten leiden auch unter Schlafapnoe. Beim krankhaften Schnarchen entwickeln Betroffene schlafbezogene Atemstörungen, also wiederholte nächtliche Atemaussetzer mit darauffolgenden kurzen Weckreaktionen und Arm- und Beinbewegungen. Dadurch werden Tief- und Traumschlafphasen nicht mehr ausreichend durchlebt.

Welche Hilfestellungen bietet die moderne Schlafmedizin?

Die therapeutischen Möglichkeiten bei krankhaften Schlafstörungen sind vielfältig. Zunächst lasse ich mir in einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten die Tagessymptome und die Auswirkungen der Beschwerden auf das tägliche Leben schildern. Als nächstes erfolgt eine endoskopische HNO-Untersuchung. So können schlafmedizinisch relevante Veränderungen an Nase, Rachen und Gaumen diagnostiziert und Hinweise für die anschließende Therapie gewonnen werden. Wichtig ist auch die Untersuchung des Schlafes selbst. Dazu erhalten Patienten ein mobiles Diagnosegerät (Polygraphie) für zuhause. In gewohnter Umgebung können so Atmung, Puls, Sauerstoffversorgung des Blutes und Schnarchen gemessen werden. In vielen Fällen lässt sich etwa eine Schlafapnoe so bereits diagnostizieren. Die Behandlung basiert auf drei Säulen: Gewichtsreduktion, Atemmaske und Operation. Eine Gewichtsreduktion ist sicherlich nicht der einfachste Weg, aber bereits eine Halbierung des Übergewichtes kann die Schlafapnoe erheblich vermindern. Atemmasken pressen dem Patienten im Schlaf über einen Beatmungsschlauch und eine Maske beim Einatmen Luft mit Überdruck. Operationen sollen den mechanischen Widerstand beim Einatmen reduzieren. Ich führe diese mittels Lasertherapie und Radiofrequenzablation gewebeschonend durch. Dies beinhaltet in der Regel die Kürzung des Zäpfchens und Straffung des Weichgaumens. Bei neueren Methoden erfolgt die Implantation eines Zungennervenstimulators an einem Ast des Zungennervs. Beim Einatmen wird über einen Sensor ein Impuls zum Zungennerv gesendet und das Ausstrecken der Zunge erreicht. Unterkiefervorverlagernde Schienen sind eine weitere Therapieform. Eine Neuentwicklung sind gurtlose Sensoren. Hierbei zeichnen sehr feine Sensoren Atembewegungen auf und können sogar den Puls über feinste Brustbewegungen wahrnehmen. Ein Anbringen der Sensoren am Körper ist hierbei nicht notwendig.

Zeitungsseite als PDF: KW16_Schlafmedizin_Prof_Bas_24042021.pdf

Kontakt:

Prof. Dr. med. Murat Bas
Haidgraben 2
85521 Ottobrunn

Tel.: 089 6 09 65 24
www.hno-tower.de

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Ratgeberseite: Knie heilt nie? Knorpelschäden

13.03.2021 – Das Knie gehört zu den am stärksten belasteten Gelenken unseres Körpers. Kein Wunder, dass am Kniegelenk besonders häufig und frühzeitig Knorpelschäden auftreten. Da der Knorpel keine Schmerzfasern hat, merken Betroffene Schmerzen erst, wenn der darunter befindliche Knochen freiliegt. Wichtig ist dann eine genaue Abklärung des Knorpelschadens, weiß unser Knie-Experte Dr. Andreas Burkart.

Im Volksmund heißt es: „Knie heilt nie!“. Stimmt das?

Dr. Burkart: Gemeint ist: Nach der Pubertät verliert der Knorpel sein Selbstheilungspotenzial und bildet sich nicht mehr neu. Das bedeutet, dass wir mit dem vorhandenen Knorpel den Rest des Lebens auskommen müssen. Der natürliche Verschleißprozess des Knorpels setzt früher ein, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, zum Beispiel zu intensive körperliche Belastung, Gelenkfehlstellungen, Trauma – zum Beispiel nach einer Kreuzbandverletzung –, Übergewicht oder Bewegungsmangel. Dann verliert der Knorpelaufbau seine Elastizität und der Wassergehalt innerhalb des Knorpelkörpers sinkt. So verringert sich auch die Stoßdämpferwirkung. Die glatte Oberfläche des Knorpelaufbaus wird spröde und bekommt Risse. Reibt nun der nicht mehr ganz glatte Knorpelaufbau an seinem Gegenspieler auf der anderen Seite des Gelenkes, können sich kleine Teile lösen und Knorpeldefekte entstehen. Im schlimmsten Fall nützt sich die komplette Knorpelschicht ab und beide Knochenenden reiben bei Bewegung direkt aufeinander. Dann spricht man von einer Arthrose.

An welchen Symptomen erkenne ich chronische Knorpelschäden am Knie?

Dr. Burkart: In einem frühen Stadium merken Betroffene Schmerzen bei Belastung des Kniegelenks, zum Beispiel beim Treppensteigen oder Sport – sowie nach der Belastung oft ein „dickes Knie“. Auch knirschende oder knackende Geräusche beim Beugen oder Strecken des Knies sind typisch. In der nächsten Phase leiden Patienten auch in Ruhephasen an Schmerzen und zunehmender Bewegungseinschränkung. Viele klagen dann über „steife Knie“. Bleiben die Knorpelschäden länger unbehandelt und werden durch weitere Belastung vielleicht sogar noch verschlimmert, kann unter Umständen eine schmerzhafte Entzündung im Gelenk entstehen.

Warum sind konservative Therapien meist nur ergänzend sinnvoll?

Dr. Burkart: Ziel der konservativen Behandlung ist die Funktionsverbesserung des Gelenkes und die Stabilisierung von Knorpelschäden. Auch zur Milderung der Schmerzsymptome macht die konservative Therapie ergänzend zu operativen Behandlungen Sinn. Aber wichtig zu wissen: Mit einer konservativen Therapie kann ein Knorpelschaden nicht geheilt werden. Indem der Knorpelverschleiß verlangsamt wird, ist lediglich eine Linderung der Symptome möglich. Oberflächliche und kleine Knorpeldefekte eignen sich eher für eine konservative Therapie. Möglich sind neben dem gezielten Einsatz von Schmerzmitteln auch Physiotherapie und Osteopathie. Ebenso wende ich Hyaluronsäure-Spritzen oder Injektionen mit Eigenblut an.

Dann ist eine OP in der Regel die beste Lösung?

Dr. Burkart: Ja, in der Regel schon. Doch Patienten brauchen keine Angst vor einer OP zu haben. Ich achte auf möglichst schonende und minimal-invasive OP-Methoden nach dem neuesten medizinischen Stand. Welche operative Therapie geeignet ist, hängt vor allem von der Größe des Knorpelschadens ab und ob der Knochen unter dem Knorpel mit verletzt ist. Dann kommen etwa Verfahren wie die Knorpelglättung (sog. „Shaving“) oder knochenmarkstimulierende Verfahren („Microfracturierung“) zum Einsatz. In bestimmten Fällen führe ich auch komplette Transplantationen von Knorpelknochen oder Knorpelzellen durch. Bei Fehlstellungen der Beinachse, die zu einseitigen Belastungen des Knorpels führen – etwa das vielen bekannte „O-Bein“ – ist in der Regel eine Umstellungsosteotomie angezeigt. Belastungsschmerzen werden so reduziert, der weitere Knorpelverschleiß kann verzögert oder ganz verhindert werden.

Zeitungsseite als PDF: KW10_Knorpelschaden_Knieprothese_Dr_Burkart_13032021.pdf

Kontakt:

PD Dr. med. Andreas Burkart
Rosenkavalierplatz 10
81925 München

Tel.: 089 28 86 25
www.gelenkzentrum-muenchen.de

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Coronavirus: Update zu geplanten Operationen und Aufnahmen

 01.03.2021 – Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

Die Operationen (d.h. der Regelbetrieb) finden bei uns in der Klinik weiterhin statt! 
Alle Operationstermine haben weiter Bestand!

Natürlich halten wir uns an alle gesetzlichen Vorgaben und sind auf die derzeitige medizinische Lage bestens vorbereitet.
Wir bewerten die Lage bezüglich geplanter Operationen und Aufnahmen auf Basis aktueller Informationen jeden Tag neu.
Hinsichtlich der OP-Termine sprechen Sie mit Ihrem zuständigen Operateur.

Verhaltensregeln: Zum Schutz aller gibt es vorgeschriebene Hygiene- und Abstandsregeln, an welche sich alle Mitarbeiter/innen und Patient/Innen halten müssen. Bitte achten Sie auf die Plakate in der Klinik und hören Sie auf die Anweisungen des Personals.

Mund-Nase-Schutz verpflichtend: Für alle Patient/Innen – wie auch für unsere Mitarbeiter/Innen – ist der Mund-Nase-Schutz (ffp2-Maske) verpflichtend.

Die Arbeitsabläufe auf unserer Isolierstation funktionieren für die Sicherheit aller Patienten bis ins Detail.
Wir trennen Patienten mit und ohne Infektion umgehend. Alle Arbeitsabläufe funktionieren hier bis ins Detail, so dass hier hygienisch professionell und vor allem komplett abgeschottet gearbeitet wird. So können sich alle Patienten, die für andere OPs in die Klinik kommen, wirklich absolut sicher fühlen.
So können sich alle Patienten, die für andere OPs in die Klinik kommen, wirklich absolut sicher fühlen.

Wir befolgen die Hygienevorschriften des Robert Koch-Instituts und tragen die angewiesene Schutzkleidung.
Desinfektionsmitteln ist ebenfalls ausreichend vorhanden. Die nötige Schutzausrüstung ist in unserer Klinik immer ausreichend verfügbar.

Besucherregelung: Besuchern ist der Zutritt momentan nicht gestattet. Die Aufrechterhaltung des grundsätzlichen Besuchsverbotes ist im Moment die beste Möglichkeit, unsere Patienten und unsere Mitarbieter vor einer Infektion zu schützen. In der Abwägung zwischen Sicherheit für Patienten und Personal, dem aktuellen Infektionsgeschehen und den kurzen Verweildauern in unserem Haus, ist dies Einschränkung verhältnismäßig und dient allein Ihrer Sicherheit. Ausnahmen in begründeten Einzelfällen sind möglich, allerdings nur mit ärztlicher/pflegerischer Vereinbarung.
>> Weitere Information finden Sie hier <<

Der Zugang für Patienten der Praxen und für Notfälle ist natürlich jederzeit möglich.

Vorerst sind alle Gesundheitsvorträge in unserem Haus abgesagt.

Verdacht auf Corona: Bitte kommen Sie bei einem vorliegenden Verdacht nicht in die Klinik Josephinum.
Eine ambulante Testung auf Covid-19 ist bei uns leider nicht möglich.
Bitte wenden Sie sich hier an die Hotline des Kassenärtzlichen Bereitschaftsdienstes unter der Tel. 116 117.

Informationsflyer für Patienten und Angehörige im Falle einer notwendigen häuslichen Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung
(Quelle: Robert-Koch-Institut): >> Weitere Information finden Sie hier <<

Danke für Ihre Mithilfe und für Ihr Verständnis!

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Ratgeberseite: Fußschmerzen – keine Frage des Alters

13.02.2021 – Etwa 5000 Schritte – so viel tragen uns unsere Füße durchschnittlich pro Tag. Dabei lastet das gesamte Körpergewicht auf ihnen, bei sportlicher Betätigung wie Springen oder Laufen ein Vielfaches davon. Sind die am Fußskelett ansetzenden Muskeln geschwächt, erfüllt der Fuß seine Dämpfungsfunktion nicht mehr. Die Folge: Überlastungsschmerzen und Fehlstellungen des Fußes. Wir erklären die Krankheitsbilder.

Was sind häufige Fußschmerzen bei Frauen?

Dr. Bouliopoulos: Frauen leiden vermehrt an einem Ballenzeh, dem sogenannten „Hallux valgus“. Ursache dabei ist nicht nur, wie viele glauben, das Tragen von High Heels. Neben erblicher Veranlagung spielt auch weiches Bindegewebe eine Rolle. Auch das sogenannte „Morton-Neurom“, welches durch entzündliche Veränderungen der Nerven verursacht wird, kommt bei Frauen häufiger vor. Es tritt meistens zwischen der dritten und vierten Zehe am vorderen Ende des zugehörigen Mittelfußknochens auf. Betroffene beschreiben oft „elektrisierende“ Schmerzen, die in die Zehen ausstrahlen oder Missempfindungen beim Abrollen des Vorfußes. Die Beschwerden lindern können Hilfsmittel wie Einlagen oder Nachtschienen. Außerdem helfen in den Anfangsstadien Injektionen am betroffenen Nerv. Spezielle Dehnübungen der Wadenmuskulatur, welche besonders bei Frauen oft verkürzt ist, können ebenfalls den Druck vom schmerzenden Vorfußballen nehmen. Mit Fuß- und Zehengymnastik werden die Fußmuskeln gekräftigt und Fehlstellungen entgegengewirkt. Ebenfalls wichtig: Bequeme und flache Schuhe tragen, die nirgends drücken, High Heels am besten nur stundenweise.

Was sind häufige Fußschmerzen bei Kindern und Jugendlichen?

Dr. Bouliopoulos: Fußschmerzen bei Kindern haben ganz unterschiedliche Gründe. In erster Linie sind diese auf Verletzungen oder kleinere Unfälle zurückzuführen, etwa Anstoßen der Zehen oder Umknicken. Keine Sorgen brauchen sich Eltern zu machen, wenn der Nachwuchs an einem Knicksenk- oder Plattfuß leidet. Das ist eine Abflachung bzw. Absenkung der Fußlängswölbung. Hierbei kippt die Ferse oder der gesamte Fuß nach innen ab und es entsteht eine Art „Entengang”. Bis zum Alter von sechs Jahren ist dies ein ganz normales Wachstumsstadium. Solange dauert es bei den meisten Kindern, bis sich durch die natürliche Fußreifung das Fußlängsgewölbe aufrichtet. Schränken jedoch akute oder wiederkehrende Schmerzen das Kind stark ein, etwa beim Auftreten – oder leidet es unter Muskelkrämpfen, ist die Vorstellung bei einem Orthopäden angeraten. Dann kann ein struktureller Schaden oder ein Knochenbruch vorliegen. Mein Tipp: Am besten lassen Eltern ihre Kinder so oft es geht barfuß laufen! Sie sollten auch regelmäßig kontrollieren, ob dem Nachwuchs die Schuhe wirklich noch gut passen. Denn die Schuhgröße kann sich gerade bei kleineren Kindern schon innerhalb weniger Wochen ändern.

Was sind häufige Fußschmerzen bei Sportlern?

Dr. Bouliopoulos: Überlastungen oder Fehlbelastungen, die zu Entzündungen im Fußbereich führen. Häufig sind auch Erkrankungen der Sehnenansätze zu beobachten, im schlimmsten Fall sogar Knochenbrüche, die sogenannten „Ermüdungs- oder Stressfrakturen“. Entzündliche Fußschmerzen treten typischerweise erst in der Ruhephase auf. Betroffene beklagen oft einen heftigen und stechenden Schmerz. Dann sorgen entzündungshemmende Medikamente und Kälteanwendungen für erste Abhilfe. Auch gepolsterte Einlagen oder Fersenerhöhungen bringen Erleichterung. Über therapeutische Maßnahmen, wie etwa Stoßwellentherapie berät der Orthopäde im Einzelfall. Mein Tipp: Aufwärmtraining vor jeder sportlichen Aktivität. Auf Warnsignale achten, seinen Körper nicht überlasten und die gegebenen Leistungsgrenzen respektieren. Nach dem Sport ausreichend lange Ruhephasen einplanen, bei ungeübten Sportlern mindestens einen Pausentag zwischen zwei Trainingseinheiten. So haben Muskeln, Sehnen und Bänder ausreichend Erholung und es entstehen keine Überlastungserscheinungen.

Was sind häufige Fußschmerzen bei Senioren?

Dr. Bouliopoulos: Senioren leiden oft an Fußfehlstellungen, die sie schon viele Jahre unbehandelt mit sich herumtragen. Gelenkversteifung und Arthrose in den Zehen sind dann die schmerzhafte Folge. Hormonelle Änderungen und bestimmte Medikamente können die Fußprobleme noch begünstigen. Sind diese noch nicht weit fortgeschritten, helfen stützende Einlagen oder orthopädische Schuhzurichtungen. Muskeltraining und Physiotherapie können ebenfalls Beihilfe leisten. Gut für die Fußgesundheit ist es, trotz des fortgeschrittenen Alters, täglich für ausreichend Bewegung zu sorgen.

Was raten Sie grundsätzlich allen Menschen mit Fußschmerzen?

Dr. Bouliopoulos: Starke oder anhaltende Fußschmerzen sollte sich ein Spezialist ansehen. In den meisten Fällen kann man Fußproblemen konservativ (ohne Operation) entgegenwirken. Werden die Schmerzen jedoch immer größer oder gibt es Hinweise darauf, dass die Fehlstellung bereits Sehnen oder Gelenken geschadet hat, kann ein chirurgischer Eingriff sinnvoll sein. Wichtig ist immer, bei Schmerzen nicht zu lange zu warten, damit die Fehlstellung oder Degeneration nicht fortschreitet und die Lebensqualität erhalten bleibt.

Zeitungsseite als PDF: KW06_Vorfuß_Dr_Bouliopoulos_13022021.pdf

Kontakt:

Dr. med. Panos Bouliopoulos
Sonnenstr. 22
80331 München

Tel.: 089 59 99 73 72
www.orthon.de

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Ratgeberseite: Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule

16.11.2020 – Eine starke Rückenmuskulatur und das Vermeiden starker Belastungen der Wirbelsäule sind die wichtigsten Faktoren, um einem Bandscheibenvorfall vorzubeugen. Ein Bandscheibenvorfall muss nicht unbedingt Probleme machen. Manchmal bleibt er sogar unbemerkt oder bildet sich von allein zurück. Gefährlich wird es erst, wenn sich zum Bandscheibenvorfall eine Entzündung mit Schwellung bildet und durch den Druck Nervengewerbe beeinträchtigt wird. Die Schmerzen strahlen dann beispielsweise ins Bein aus und können dort für Gefühlsstörungen oder Muskelschwäche sorgen.

Was genau ist ein Bandscheibenvorfall?  

Prof. Linhardt: Jede unserer 23 Bandscheiben sitzen wie ein Puffer zwischen den einzelnen Wirbelkörpern unserer Wirbelsäule. Im Inneren bestehen die Bandscheiben aus einem elastischen Gallertkern, der von einem harten Faserring umgeben ist. Wer nun viel sitzt, oft schwere Lasten hebt, übergewichtig ist oder den Rücken falsch belastet, setzt den Bandscheiben zu. Dann kann der Faserring spröde und brüchig werden und der Gallertkern tritt heraus. Vergleichbar ist das etwa mit einem gefüllten Krapfen: Wenn der Druck zu hoch ist, quillt auf der Seite die Füllung heraus. Es kommt zu einem sogenannten Bandscheibenvorfall.

Wie lassen sich Bandscheibenprobleme behandeln?

Prof. Linhardt: Bei bis zu 90 Prozent der Patienten mit Rückenschmerzen bessern sich die Beschwerden mithilfe einer konservativen Therapie, das bedeutet, dass keine Operation nötig ist.  Dazu zählen: Schmerzlindernde Medikamente, Wärme, Lagerungsmaßnahmen und Physiotherapie.

Anders sieht das bei einem akuten Bandscheibenvorfall, einer Wirbelkanalverengung oder Wirbelsäuleninstabilität aus. Hier muss stufenweise behandelt werden. Erst wird konservativ alles versucht, tritt keine Besserung ein, muss über einen operativen Eingriff nachgedacht werden.

Sind die Mikrochirurgie und Endoskopie sichere, schonende Verfahren?

Prof. Linhardt: Auf jeden Fall. Und daher muss auch niemand Angst vor einem Eingriff am Rücken haben. Mikrochirurgie und Endoskopie bedeuten, dass der Eingriff durch kleinste Hautschnitte mittels eines Mikroskops oder einer endoskopischen Kamera und den nötigen OP-Instrumenten durchgeführt wird. Vorstellen kann man sich das mit dem Bild „Operieren durchs Schlüsselloch“. Alle degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen, vom Bandscheibenvorfall bis hin zur knöchernen Verengung des Wirbelsäulenkanals, können mikroskopisch oder endoskopisch behandelt werden. Bei der endoskopischen OP-Technik kann, durch einen sehr kleinen Hautschnitt von wenigen Millimetern, der Bandscheibenvorfall unter Sicht entfernt werden. In manchen Fällen ist der Bandscheibenvorfall mit dem Endoskop jedoch nicht zu erreichen. In diesem Fall wird durch einen mikrochirurgischen Eingriff, mit einem etwas größeren Zugang, unter Verwendung eines Operationsmikroskops der Vorfall operativ entfernt.

Warum sollte man Schmerzen im Rücken nicht dauerhaft ignorieren?

Prof. Linhardt: Weil sich zahlreiche Schädigungen an der Wirbelsäule nicht mehr umkehren lassen. Für mich ist es wichtig zu vermitteln, dass jeder verantwortungsvolle Wirbelsäulenchirurg nicht die Operation an erster Stelle sieht. Aber ein nötiger Eingriff sollte auch nicht zwangsläufig an absolut letzter Stelle stehen. Sollten sich die Beschwerden unter konservativen Maßnahmen in einem Zeitraum von mehreren Wochen nicht bessern oder zeigen sich Lähmungserscheinungen in den Beinen oder gar eine Blasen- oder Darmschwäche, dann ist eine Operation nicht mehr zu vermeiden.

Was raten Sie Menschen mit Bandscheibenproblemen?

Prof. Linhardt: Wichtig ist mir der Appell, dass man sich als betroffener Mensch nicht mit dauerhaften Schmerzen im Bereich der Bandscheiben abfinden oder gar damit leben muss. Lassen Sie sich untersuchen und holen Sie sich auch ggf. mehrere ärztliche Meinungen ein. Manchmal hilft ein kleiner Eingriff und Sie erhalten Ihre Lebensqualität zurück.

Zeitungsseite als PDF: KW46_Bandscheibe_Prof_Linhardt_14112020.pdf

Kontakt:

Prof. Dr. Oliver Linhardt
Schützenstraße 5 / Bayerstraße 4
80335 München

Tel.: 089 55 25 11 0
www.ortho-ozs.de

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Ratgeberseite: Arthrose im Hüftgelenk

07.06.2020 – Der Verschleiß des Hüftgelenks ist eine häufige Form von Arthrose, bei der eine fortschreitende Abnutzung des Gelenkknorpels im Hüftgelenk vorliegt. Die Behandlung einer Hüftgelenksarthrose zielt daher darauf ab, den Abbauprozess des Knorpels zu verlangsamen und bestenfalls zu stoppen.

Gibt es häufige Ursachen für eine Hüftgelenksarthrose?

Dr. Gabler: Die Ursachen sind vielfältig, jedoch sind Überbelastungen, Fehlstellungen, Verletzungen oder entzündliche Gelenkerkrankungen die häufigsten Ursachen.

Was sind typische Symptome, die auf eine Arthrose im Hüftgelenk hinweisen?

Dr. Gabler: Die ersten Anzeichen sind oft harmlos. Man steht z.B. auf und die ersten Anlaufschritte bereiten leichte Schmerzen. Diese lassen nach einigen Schritten dann nach. Typisch ist auch ein Hinken nach längeren Gehstrecken. Dann knicken Betroffene leicht auf der Seite ein, wo die Hüfte Probleme bereitet. Oftmals entstehen auch Schmerzen beim Spreizen oder Heranziehen der Beine, wie zum Beispiel beim Aussteigen aus dem Auto. Das alles sind wichtige Warnzeichen.

Ist die Hüftarthrose weiter fortgeschritten, dann klagen die Patienten häufig über Ruheschmerz beim Liegen, Sitzen oder nachts. Allerspätestens jetzt sollte man dringend einen Arzt aufsuchen.

Kann man selbst etwas tun?

Dr. Gabler: Leider ist eine Hüftarthrose nicht heilbar, denn diese ist eng verbunden mit dem Zustand des Gelenkknorpels, der sich im Laufe der Erkrankung immer mehr abbaut. Im Anfangsstadium kann aber noch viel gegen das Voranschreiten getan werden. Zur konservativen Therapie gehören z.B. der Einsatz von Medikamenten gegen Entzündungen und Schmerzen (z. B. Diclofenac und Ibuprofen), Gewichtsreduktion und Ernährungsanpassung, Krankengymnastik und Injektionen, z. B. Hyaluronsäure.

Kann eine künstliche Hüfte tatsächlich ein schmerzfreies Leben mit sportlicher Aktivität ermöglichen?

Dr. Gabler: Ja, und das ist das Positive. Künstliche Hüftgelenke funktionieren gut, und halten sehr lange. Entscheidend für den Erfolg der Operation sind die Auswahl eines modernen, hochwertigen und bewährten Implantates, eine ausgefeilte und schonende Operationstechnik, sowie die Erfahrung des Operateurs. In Abhängigkeit vom Zustand der Hüfte, dem Beschwerdebild und Leidensdruck des Patienten wird die optimale Therapie konzipiert. Ziel ist, dass die Patienten nicht nur schmerzfrei sind, sondern auch wieder mobil werden und ihre Lebensqualität zurückgewinnen.

Wie schnell ist man mit künstlicher Hüfte wieder fit?

Dr. Gabler: Schon am Tag nach der Operation darf der Patient aufstehen und mit der Rehabilitation beginnen. Die Belastung der Endoprothese ist in der Regel bereits unmittelbar nach der Operation möglich. Nach einem meist einwöchigen Aufenthalt in der Klinik schließt sich üblicherweise eine Anschluss-Heilbehandlung in einem geeigneten Rehazentrum an, da der Heilungsprozess nebst Muskelaufbau selbst natürlich etwas Zeit benötigt. Wir raten daher, den Erfolg immer nach zirka einem halben Jahr zu bewerten. 

Wichtig zu wissen ist sicherlich noch, dass mehr als 95% der Prothesen auch nach 15-20 Jahren noch voll in Funktion sind. Meine Patienten geben mir immer wieder Rückmeldung, dass sie mit ihrem Implantat endlich ihre Lebensqualität zurückgewonnen haben. Ein schöneres Kompliment gibt’s für mich eigentlich nicht.

Zeitungsseite als PDF: KW27_Hüftarthrose_Dr_Gabler_04072020.pdf

Kontakt:

Dr. med. Christoph Gabler
Weinstr. 3
80333 München

Tel.: 089 24 29 44 0
www.orthopaedie-marienplatz.de

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Die Corona-Warn-App

18.05.2020 – Gemeinsam Corona bekämpfen! Mit der freiwilligen Corona-Warn-App sollen Kontakte von Infizierten schneller nachvollzogen werden können.

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Ratgeberseite: Arthrose der Finger- und Daumengelenke

04.05.2020 – Eine Arthrose an den Fingern oder am Daumensattelgelenk (Rhizarthrose) beginnt meist schleichend. Schmerzen entstehen zum Beispiel bei den zahlreichen Alltagsarbeiten – zum Beispiel dem Öffnen von Flaschen, dem Drehen von Schraubverschlüssen, dem Heben schwerer Töpfe. Meist sind Patienten ab dem 50 Lebensjahr von der Arthrose der Daumen- und Fingergelenke betroffen. Frauen leiden vielfach häufiger als Männer unter dem Gelenkverschleiß der Fingergelenke.

Wie entsteht Arthrose in den Finger- und Daumengelenken?

Dr. Deglmann: Die Gelenke in Hand und Fingern werden das ganze Leben lang extrem viel bewegt und belastet. Das fördert eine altersbedingte Arthrose, infolge dessen die dämpfende und flexible Knorpelschicht der Hand- und Fingergelenke abgenutzt wird. Häufig liegt eine einseitige Fehlbelastung zugrunde. Die Gelenkführung ist oft etwas laxer und wir belasten dann in einer ungünstigen Stellung die Gelenkflächen. Das Daumensattelgelenk beispielsweise entspricht der Form eines Sattels. Aus diesem „Sattel“ rutscht der Daumen langsam heraus. Mitunter liegt die Ursache aber auch an einem schlecht verheilten Knochenbruch. Erbliche Vorbelastungen und hormonelle Faktoren sind nicht selten an der Entstehung beteiligt und begünstigen die Entwicklung.

Welche Formen der Finger- bzw. Handarthrose gibt es?

Dr. Deglmann: Es gibt die „Heberden-Arthrose“. Hier sind die Fingerendgelenke befallen, es zeigen sich hier die „Heberden-Knoten“ unterhalb der Fingernägel, die eigentlich knöcherne Anbauten am Endgelenk sind. Bei der „Bouchard-Arthrose“ sind die Fingermittelgelenke betroffen. Diese Gelenke sind für die Handfunktion ungemein wichtiger als die Endgelenke. Die „Rhizarthrose“ ist der Fachbegriff für einen Verschleiß des Daumensattelgelenkes, der sehr einschränkend sein kann. Darüber hinaus kommt die Arthrose auch am Handgelenk oder der Handwurzel vor, allerdings seltener.

Was sind typische Symptome der Arthrose an Finger- und Daumengelenken?

Dr. Deglmann: Die Beweglichkeit der Hand nimmt langsam ab, die Schmerzen in den Gelenken beginnen meist schleichend. Das Ballen zu einer Faust geht dann immer schlechter, oder schmerzt.  Die Symptome werden meist verstärkt durch eine Belastung der Hand. Auch eine Aktivierung kann eintreten, in der ein Gelenk durchgehend schmerzt, überwärmt und gerötet ist. Dieser Zustand kann mehrere Tage anhalten.

Beim Daumen können die Auswirkungen sogar noch drastischer sein, weil der Daumen an unserer Hand ja der kräftigste Finger ist, der den anderen Fingern gegenüberstehen kann und für das Greifen wichtig ist. Hier kommt es bei Arthrose zu einem starken Kraftverlust der Hand, zu Schmerzen bei Alltagsarbeiten wie dem Öffnen von Flaschen mit Schraubverschlüssen oder Schmerzen beim Greifen schwerer Gegenstände.

Wie wird behandelt?

Dr. Deglmann: Vorab möchte ich betonen, dass sich niemand mit Schmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen abfinden sollte – auch, wenn vielleicht „nur“ das Gelenk eines Fingers betroffen ist. Helfen können bei Beschwerden der Hand spezialisierte Ergotherapeuten und Physiotherapeuten durch konservative Therapiemaßnahmen. Hier kann ein spezielles Gelenkschutztraining helfen. Zudem wird versucht, den Druck innerhalb des Gelenks durch Wärme, Traktion und verschiedenen weiteren Maßnahmen zu vermindern. Auch die Einnahme von entzündungshemmenden Schmerzmitteln in Tablettenform oder eine Injektion direkt in die erkrankte Region können lindernd wirken. Allerdings sollte eine Tabletteneinnahme nicht zu lange erfolgen und mit dem Arzt abgesprochen werden. Eine kurzfristige Ruhigstellung macht bei einer aktivierten Arthrose Sinn. Diese sollte aber nicht zu lange erfolgen und, wenn möglich, immer wieder mit belastungsfreien Bewegungsübungen unterbrochen werden.

Beim Daumensattelgelenk gibt es spezielle Fertig-Orthesen, die bei Belastungssituationen angelegt werden können. Wichtig ist hier, dass diese nicht ununterbrochen für viele Tage getragen werden, da eine langfristige Ruhigstellung die Muskulatur schwächen würde, welche die Gelenke führt. Sollte eine fertige Orthese nicht passen, gibt es noch die Möglichkeit einer maßangefertigten, thermoplastischen Schiene vom Handtherapeuten. Führt diese Behandlung nicht zur deutlichen Besserung, sollte die Entscheidung für eine Operation nicht zu lange hinausgezögert werden.  

Beim Sattelgelenk wird häufig ein kleiner Knochen entfernt (Resektionsarthroplastik). Für einige Gelenke an der Hand gibt es inzwischen auch künstliche Gelenke, die eingesetzt werden können. Bei der häufigen Heberdenarthrose am Endgelenk ist bei anhaltenden starken Beschwerden oft eine Versteifung sinnvoll. Grundsätzlich wird ein Eingriff immer dann sinnvoll, wenn die Schmerzen chronisch werden oder ein Funktionsverlust vorliegt, der den Alltag dauerhaft einschränkt.  

Zeitungsseite als PDF: KW18_Daumen_Finger_Dr_Deglmann_02052020.pdf

Kontakt:

Dr. med. Claus J. Deglmann
Marienplatz 21
80331 München

Tel.: 089 235 560 0
www.muenchenhand.de

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Ratgeberseite: Wenn Gallenstein Probleme machen

09.03.2020 – Immerhin jeder 5. Deutsche hat Gallensteine – doch nicht jeder leidet darunter. Gallensteine bestehen meist aus kristallisiertem Cholesterin. Diese Klumpen in der Gallenblase können zu krampfartigen Bauchschmerzen führen. Völlegefühl, ständiges Aufstoßen, Krämpfe und Blähungen können auf Gallensteine hinweisen.

Muss man Gallensteine immer entfernen?

Dr. Weindl: Viele Menschen haben Gallensteine, ahnen davon aber nichts. Solange diese keine Probleme machen, benötigen sie auch keine Therapie. Anders sieht das aus, wenn die Steine wandern und den Ausgang der Gallenblase oder den Hauptgallengang verstopfen und dadurch Koliken, also krampfartige Schmerzen im Oberbauch verursachen.

Was sind typische Symptome für Gallensteine?

Dr. Weindl: Stechende Schmerzen im Oberbauch, die häufig nachts auftreten oder nach einer großen und fettreichen Mahlzeit. Sie dauern mindestens fünfzehn Minuten, können aber auch über Stunden anhalten, um danach wieder zu verschwinden. Diese Koliken können in Rücken und Schulter ausstrahlen. Weitere Symptome sind Fieber, Übelkeit und Schüttelfrost. Wichtig zu wissen ist hier: wenn Beschwerden erst einmal auftreten, kommen sie häufig im Verlauf wieder, selbst wenn sie zunächst abklingen. Der Gang zum Arzt sollte spätestens jetzt erfolgen.

Welche Komplikationen können auftreten?

Dr. Weindl: Gallensteine können Entzündungen der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse bis hin zur Eiterbildung verursachen. Bei Nichtbehandlung kann eine Blutvergiftung drohen, ebenso wie Gelbsucht und schwere Schäden der Leber.

Ist bei schmerzhaften Koliken also immer eine Gallen-OP ratsam?

Dr. Weindl: Wenn Gallensteine Beschwerden bereiten, egal ob als Gallenkolik beim Steinabgang, als Gallenblasen- oder Bauchspeicheldrüsenentzündung wird heute die Entfernung der Gallenblase zusammen, mit den darin enthaltenen Steinen, empfohlen. Das Risiko ist hier einfach sehr hoch, dass derartige Beschwerden immer wieder auftreten. Der Versuch, die Steine mit Medikamenten aufzulösen ist nur in Einzelfällen sinnvoll und führt nicht immer zum Erfolg, da die Steine im weitern Verlauf häufig wieder kommen. 

Also ist es am effektivsten, die „Steinesammlung“ samt Gallenblase zu entfernen?   

Dr. Weindl: Das ist korrekt. Die Gallenblase wird übrigens schonend im Rahmen einer Bauchspiegelung entfernt. Dieser Eingriff ist heute absoluter Standard und wird jährlich ungefähr 200.000 Mal alleine in Deutschland vorgenommen. Es wird minimal-invasiv, also in Schlüssellochtechnik über kleinste Hautschnitte und per Kamera operiert. Die Gallenblase wird Millimeter für Millimeter freigelegt und dann wie ein schlaffer Luftballon mitsamt den Steinen über einen der Hautschnitte herausgeholt. Die geborgenen Gallensteine dürfen unsere Patienten dann mit nach Hause nehmen. Die Quälgeister sehen übrigens meist sehr hübsch aus.

Die Patienten sind also schnell wieder fit?

Dr. Weindl: Unsere Patienten sind meist zwei Nächte bei uns. Vermisst wird die fehlende Gallenblase vom Körper danach übrigens nicht, denn die Gallenflüssigkeit, die vor allem zur Fettverdauung benötigt wird, wird von der Leber weiter produziert und fließt von dort aus in den Darm. Die Verdauung passt sich den neuen Verhältnissen an. Deshalb sind unsere Patienten nach der OP tatsächlich schnell wieder fit und müssen anschließend auch keine besondere Diät einhalten.

Zeitungsseite als PDF: KW10_Gallensteine_Dr_Weindl_07032020.pdf

Kontakt:

Dr. med. Irmgard Weindl
Schönfeldstr. 16
80539 München

Tel.: 089 28 67 59 10
www.chirurgie-josephinum.de

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Ausstellung im Josephinum

03.03.2020 – Abstrakte Malerin und Bildhauerin A. Tanja Stögermair

Die abstrakte Malerin und Bildhauerin A. Tanja Stögermair wurde schon in früher Kindheit durch ihren bekannten Künstlervater geprägt.

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Ratgeberseite: Arthrose im Knie

20.01.2020 – Wenn der Gelenkverschleiß in den Knien immer weiter voranschreitet, kann das für den Betroffenen unerträgliche Schmerzen bedeuten. Dann werden auch die gewohnten Tätigkeiten wie Einkaufen, Spazieren oder zur Arbeit gehen zur Qual. Betroffene sind dann oft nach einiger Zeit auf die Hilfe von Angehörigen angewiesen. Spätestens jetzt stehen Patienten vor der Frage: Kunstgelenk ja oder nein?

Warum gehört das Knie zu den am stärksten beanspruchten Gelenken?

Dr. Burkart: Weil es sehr komplex ist. Viel komplexer beispielsweise als das kugelförmige Hüftgelenk. Das Knie verbindet gleich drei Knochen miteinander: Oberschenkel, Kniescheibe und Schienbein. Stabilisiert wird dies durch vier Muskelbänder: Vorderes und hinteres Kreuzband und das seitliche Außen- und Innenband. Die Meniskusscheiben und eine Knorpelschicht dämpfen hier Stöße ab. Doch durch die täglichen Belastungen wird diese schützende Knorpelschicht mit zunehmendem Alter immer weiter abgerieben, brüchig und rissig. Die Betroffenen leiden unter einer Kniegelenksarthrose, im Fachjargon Gonarthrose genannt.

Was sind typische Symptome bei einem fortgeschrittenen Verschleiß im Knie?

Dr. Burkart: Schmerzen bei beginnenden Bewegungen. Schmerzen beim Treppensteigen oder Laufen. Knirschende und knackende Geräusche beim Beugen und Strecken des Knies. Schmerzen hinter der Kniescheiben bei langem Sitzen. Wetterfühligkeit bei Regen und Kälte. Insgesamt einfach eine Einschränkung der Beweglichkeit. Wenn die Kniegelenke irgendwann sogar in ruhigem Zustand, also beim Sitzen schmerzen, dann ist das ein absolutes Alarmzeichen.

Woher kommt die Kniearthrose und wird sie etwa vererbt?

Dr. Burkart: Zu einem großen Teil wird die Kniearthrose tatsächlich vererbt, ja. Die Qualität des Knorpels ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Die Ursachen sind jedoch vielfältig, so kann die Arthrose auch von einer angeborenen Fehlstellungen kommen (X-Beine, O-Beine). Weitere Ursachen sind die Überlastung durch harte Arbeit (z.B. Bodenleger), intensiver Sport (z.B. Fußballer, Skifahrer) oder Übergewicht.

Welche Kriterien sprechen für ein künstliches Kniegelenk?

Dr. Burkart: Es gibt sogenannte Hauptkriterien, die für ein künstliches Kniegelenk sprechen. Zum Beispiel müssen die Schäden am Gelenk auf dem Röntgenbild sichtbar sein. Außerdem sollten alle konservativen Maßnahmen wie Medikamente bis Krankengymnastik genutzt worden sein. Besteht der Schmerz dann trotzdem dauerhaft seit mindestens 3 bis 6 Monaten oder tritt mehrmals wöchentlich bei Belastung auf, dann kann ein chirurgischer Eingriff sinnvoll sein.

Was erwartet mich vor und nach der Operation?

Dr. Burkart:  Nach dem Einsatz eines künstlichen Kniegelenks bleibt man etwa 7 bis 10 Tage im Krankenhaus. Bereits am Tag der Operation oder am Tag darauf beginnt die Frührehabilitation. Dabei wird das Knie durch einen Physiotherapeuten vorsichtig gebeugt und gestreckt. Wie schnell das Bein voll belastet werden kann, hängt unter anderem von der Art der Prothese ab.

Für Menschen, die eine Teil-Endoprothese (einseitige Schlittenprothese) erhalten haben, reicht eine ambulante Physiotherapie oft aus. An den Einsatz einer Total-Endoprothese (Knie-TEP) schließt sich in der Regel eine dreiwöchige Rehabilitation an, um den Umgang mit dem neuen Gelenk zu erlernen.

Muss ich also keine Angst vor einer Knie-OP haben?

Dr. Burkart: Grundsätzlich ist Angst ja ganz normal. Für mich als Kniespezialisten sind Eingriffe am Knie tägliche Routine – für den Betroffenen hingegen unendlich weit von Alltäglichkeit entfernt. Deshalb finden bei uns vor jedem Eingriff zahlreiche Aufklärungsgespräche statt. Hier kann ich auch beschreiben, wie unsere Patienten wirklich rund um die Uhr überwacht, kontrolliert und behütet werden. Dies – und unsere Erfahrung – beruhigt dann die meisten Menschen doch sehr. Erst letztens hatte ich eine Patientin, die mich anrief und meinte „Ich verstehe gar nicht mehr, warum ich so lange gezögert hatte“. Das ist dann natürlich das schönste Kompliment.

Zeitungsseite als PDF: KW03_Kniearthrose_Dr_Burkart_17012020.pdf

Kontakt:

PD Dr. med. Andreas Burkart
Rosenkavalierplatz 10
81925 München

Tel.: 089 28 86 25
www.gelenkzentrum-muenchen.de

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Ratgeberseite: Wenn jeder Schritt schmerzt

02.12.2019 – Die Beschwerden im Fußbereich sind der häufigste Grund, Orthopäden aufzusuchen. Die Wahrscheinlichkeit für ihr Auftreten steigt mit dem Lebensalter, so hat man den Eindruck.

Wie kommt es zu Fußschmerzen?

Dr. Fröhlich: Die Ursachen sind vielfältig. Verletzungen können Ursache und Auslöser sein. Häufig sind es jedoch Fehl- oder Überbelastungen. Betrachten wir unsere Füße, finden wir meist 27 Knochen, die über etwa 30 Gelenke miteinander verbunden sind. Bänder und Kapselstrukturen sowie mehr als 40 Muskeln mit ihren Sehnen halten sie zusammen und bewegen sie. Viele der Muskeln sitzen mit ihrer Muskelmasse am Unterschenkel und ziehen mit ihren Sehnen vor und hinter dem Sprunggelenk bis weit in den Fuß hinein. So liegt es nahe, dass es meist mehrere Faktoren sind, die bei der Entstehung von Schmerzen hineinspielen.

Hilft es, einfach gute Schuhe zu tragen?

Dr. Fröhlich: Ja. Trotzdem dürfen Schuhe mit hohen Absätzen auch mal getragen werden, aber bitte immer möglichst kurz. Ein guter Schuh unterstützt den Fuß und gibt ein ideales Maß an Halt und Platz. Er verursacht keine Druckspitzen. Angepasste unterstützende Fußbettung, oft als orthopädische Einlagen, hilft beim idealen „Tuning“ des Schuhs. Zwischendurch sollte man auch mal auf geeignetem Untergrund barfuß gehen. In der Hinsicht hat sich in der Schuhherstellung ja auch viel getan. Und bitte: Wenn eine Druckstelle entstanden ist, packen Sie nicht auch noch Polster oben drauf, sondern polstern Sie drum herum.

Was sind denn häufig auftretende Fußschmerzen?

Dr. Fröhlich: Da gibt es eine Vielzahl. Häufig behandle ich Fersenschmerzen hinten und unter der Sohle, Thema Fersensporn. Ebenso häufig sind Sehnenschmerzen, -verschleiß, und -risse der Achillessehne. Schmerzen hinter und unterhalb des Innen- und Außenknöchels oder Knick-Senk-Spreizfuß und Ballenhohlfuß kommen auch häufig vor. Genauso wie Sprunggelenksschmerzen nach Verletzung, Arthrose-Schmerzen im Fußwurzelbereich, Schmerzen bei Hammerzehen, Hallux valgus oder Schneiderballen. Auch am Fuß gibt es Nerven-Engpass-Syndrome – natürlich können auch Gefäßprobleme mit Durchblutungsstörungen dahinter stecken. Und: Schmerzen am Fuß können durchaus auch z.B. mit einem Bandscheibenvorfall zusammenhängen.

Wie stellt der Arzt eine Diagnose?

Dr. Fröhlich: Wie bei jeder guten Diagnostik wird die Entstehungsgeschichte berücksichtigt. Wir sehen uns die Füße – aber auch den restlichen Bewegungsapparat – an. Wir tasten und testen. Standardisierte Röntgenaufnahmen sind manchmal notwendig und hilfreich. Oft geben Ultraschalluntersuchungen, dynamische Fußdruckmessungen mit Videoanalyse aber auch die moderne Computertomographie oder Nerven- und Gefäßuntersuchungen wertvolle Informationen.

Was kann helfen, die Fußschmerzen zu lindern?

Dr. Fröhlich: Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Das Wichtigste ist, rechtzeitig alle o.g. Knochen, Gelenke, Bänder, Muskeln und Sehnen zu trainieren. Konservativ kann man hier gezielte Übungen selbstständig durchführen oder auch angeleitet durch Physiotherapeuten. In der Behandlung kommen Entlastung bis hin zu einer Art Gipsbehandlung, aber auch gezielte Bewegungsübungen zum Einsatz. Bei Schwellungen hilft am besten Hochlagern und leichte Kompression, auch entzündungshemmende Schmerzmittel oder Injektionsbehandlungen kommen zum Einsatz. Stoßwellentherapie sowie die Behandlung mit z.B. PRP (Eigenblut) sind oft sehr hilfreich. Die Optimierung der Schuhe durch Orthopäden kann ebenso helfen.

Gibt es typische Fußerkrankungen die operiert werden müssen?

Dr. Fröhlich:  Ein Muss gibt es nie. Wenn die Beschwerden aber trotz konservativer Maßnahmen zunehmen, ist es oft sinnvoll. Zum Beispiel, wenn Muskeln und Sehnen nicht mehr richtig zusammen arbeiten. Auch bei schmerzhaften Hammerzehen und Hallux-Veränderungen können wir ideal minimalinvasiv operieren. Und auch bei einem Diabetiker kann eine rechtzeitige operative Therapie dazu führen, dass möglicherweise eine spätere Amputation vermieden werden kann. Wichtig ist einfach, dass man bei Fußbeschwerden nicht zu lange wartet, sondern rechtzeitig einen qualifizierten Arzt aufsucht – dann ist konservativ noch viel möglich.

Zeitungsseite als PDF: KW48_Fußerkrankungen_Dr_Fröhlich.pdf

Kontakt:

Dr. med. Imke Fröhlich
Englschalkinger Str. 12
81925 München

Tel.: 089 9 99 09 78 0
www.oza-m.de

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Ratgeberseite: Spinalkanalstenose – Wenn beim Laufen der Rücken und die Beine schmerzen

07.11.2019 – Ein langer Spaziergang ist nicht mehr drin, weil das Kreuz weh tut und die Schmerzen bis in die Beine ziehen. Dieses Phänomen wird in der Medizin „Spinalkanalstenose“ genannt. Menschen mit Spinalkanalstenose haben einen zu engen Wirbelkanal, er klemmt die Nerven ein. Dies geschieht z.B. durch Abnutzungserscheinungen der kleinen Wirbelgelenke und der Bandscheiben im Alter, durch  Bewegungsmangel oder Veranlagung.

Wenn ein Spaziergang nur noch mit Pausen möglich ist, habe ich dann Spinalkanalstenose?

Prof. Linhardt: So pauschal kann man das nicht sagen, aber wenn eine kurze Gehstrecke für Sie bereits zur Qual wird, dann kann das der erste Hinweis auf einen zu engen Wirbelkanal sein. Meine Patienten berichten über starke Schmerzen im Rücken und in den Beinen – ähnlich wie bei einem einfachen Bandscheibenvorfall. Das Besondere ist aber, dass diese Schmerzen mit zunehmender Gehstrecke zunehmen und beim Hinsetzen oder Vorbeugen des Oberkörpers nachlassen

Woher kommen die Schmerzen eigentlich?

Prof. Linhardt: Sie müssen sich das so vorstellen, dass alle Nervenstränge in der Wirbelsäule durch eine Röhre, den sogenannten Wirbelkanal verlaufen. In diesem Kanal haben die Nerven genug Platz. Manchmal machen sich von außen die kleinen Wirbelgelenke, die Bandscheiben und Bänder mehr Platz als gewünscht und drücken den Wirbelkanal zusammen. Dabei werden die darin verlaufenden Nerven komprimiert und es entstehen dabei belastungsabhängige Schmerzen im Rücken . Oft strahlen die Schmerzen bis in die Beine aus. Sie kribbeln, fühlen sich taub und schwach an. Lange Strecken zu gehen, fällt dann vielen Menschen wegen der Schmerzen schwer. Einigen Betroffenen ist es überhaupt nicht mehr möglich, eine Strecke durchzulaufen. Sie müssen immer wieder anhalten und Pausen einlegen. Typisch ist, dass sich die Beschwerden durch eine Schonhaltung wie z.B.  Hinsetzen oder nach vorne beugen des Oberkörpers bessern und die Patienten nach einer kurzen Pause wieder weiterlaufen können.

Wie wird eine Spinalstenose diagnostiziert?

Prof. Linhardt:  Zuerst nehme ich eine ausführlicher Befragung und Untersuchung der Betroffenen vor, denn es gibt auch noch weitere Anzeichen wie z.B. Beinkrämpfe in der Nacht, Gefühlsstörungen oder Störungen beim Wasserlassen und Stuhlgang. In der Regel wird ein Röntgenbild eine Kernspintomographie (MRT) der Lendenwirbelsäule veranlasst, denn hier ist die Spinalstenose gut erkennbar. Ähnliche Beschwerden können auch bei Verschluss-Erkrankungen der Beingefäße auftreten (Schaufensterkrankheit). Diese Ursache sollte durch eine Untersuchung der Gefäße ausgeschlossen werden.

Ein Bandscheibenvorfall muss meist nicht operiert werden – wie ist das bei der Spinalkanalstenose?

Prof. Linhardt: Eine Spinalkanalstenose kann sich leider nicht zurückbilden. Das bedeutet jedoch nicht, dass gleich ein operativer Eingriff vorgenommen werden muss. Ist die Wirbelkanalstenose noch nicht stark ausgeprägt, kann ein konservativer Therapieansatz gewählt werden. Hier helfen oftmals eine Schmerztherapie mit oralen Medikamenten oder gezielten Injektionen im Bereich der Wirbelsäule, in Kombination mit einer Krankengymnastik, um einer Verbesserung des Beschwerdebildes zu erreichen. Wenn nach mehr als 12 Wochen Behandlung die konservative Therapie  keine dauerhafte Schmerzlinderung zeigt, dann muss eine operative Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Hier möchte ich betonen, dass dieser Eingriff minimal-invasiv in einer Schlüssellochtechnik durchgeführt wird. Der Hautschnitt beträgt in der Regel nur 2-4 cm, die Natürlichkeit der Wirbelsäule wird nicht verändert. Aufwändigere Versteifungsoperationen werden bei einer Spinalkanalstenose überwiegend nicht vorgenommen. Der Eingriff sollte von einem routinierten Operateur durchgeführt werden und ist einfacher als an Hüfte oder Knie. Daher muss sich niemand vor dieser OP fürchten. Viel riskanter wäre es, die Spinalkanalstenose unbehandelt zu lassen, denn das könnte im weiteren Verlauf  zur Immobilität der Patienten mit Lähmungen der unteren Extremitäten führen.

Wenn ich mich für eine Operation entscheide, wie schnell bin ich dann wieder fit?

Prof. Linhardt: Die Patienten dürfen bereits am Tag nach der Operation wieder aufstehen und spazieren gehen. Der stationäre Aufenthalt in der Klinik beträgt etwa 3-4 Tage. Es gibt kaum Einschränkungen. Betroffene fühlen sich direkt beweglicher und haben ihre Mobilität zurück erlangt. In der Regel sind die Beinschmerzen völlig verschwunden, die Rückenschmerzen sind meist auch deutlich besser. Wichtig ist nun, dass in den nächsten Wochen eine intensive krankengymnastische Nachbehandlung erfolgt.

Zeitungsseite als PDF: KW44_Spinalkanalstenose_Prof_Linhardt.pdf

Kontakt:

Prof. Dr. Oliver Linhardt
Schützenstraße 5 / Bayerstraße 4
80335 München

Tel.: 089 55 25 11 0
www.ortho-ozs.de

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Ratgeberseite: Leistenschmerzen – Ein Leistenbruch kann lebensgefährlich sein

22.07.2019 – Es gibt viele Menschen, die von Leistenschmerzen gequält werden. Ob stechend, dumpf oder scharf — haben möchte sie niemand. Wir sprechen mit Prof. Kasparek über Ursachen, Diagnose und Behandlung von Leistenschmerzen bis hin zum Leistenbruch.

Warum sind Schmerzen in der Leiste überhaupt so häufig?

Prof. Kasparek: Im Bereich der Leistenregion setzen sehr viele Muskeln und Sehnen an und es finden sich hier mit dem Schambein, den Beckenknochen und vor allem auch der Hüfte viele Strukturen, die am Zustandekommen von Leistenschmerzen beteiligt sein können. Gleichzeitig ist die Leistenregion sehr gut mit sensiblen Nerven versorgt, über welche bei Irritation der Nerven Schmerzen ausgelöst werden können. Von innen betrachtet schließt die Leiste unsere Bauchhöhle nach unten hin ab. Beim Mann verlaufen jedoch Blutgefäße und der Samenstrang und bei der Frau ein von der Gebärmutter kommendes Band durch den sogenannten Leistenkanal im Bereich der Leiste. Der Leistenkanal bildet eine Art „Sollbruchstelle“ durch welche sich über die Zeit sogenannte Leistenbrüche vorwölben können.

Was können Ursachen für Leistenschmerzen sein?

Prof. Kasparek: Überlastung im Sport, Leistenzerrung, Hüftleiden, Harnsteine, Entzündungen, etc. können Leistenschmerzen hervorrufen. Es muss aber auch an einen Leistenbruch gedacht werden. Dieser entsteht in aller Regel nicht wie ein Knochenbruch ganz plötzlich durch ein einziges, verursachendes Ereignis, sondern meist über die Zeit, teils über viele Jahre. Es kommt zu einer immer größer werdenden, sackförmigen Ausstülpung des Bauchfells welche durch den Leistenkanal kommt und dann häufig auch von außen im Bereich der Leiste sichtbar ist. Schmerzen treten häufig dann vermehrt auf, wenn der Druck im Bauchraum zu nimmt, also beim Husten, Pressen oder beim schweren Heben. Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen.

Ist ein Leistenbruch gefährlich?

Prof. Kasparek: Neben den Schmerzen birgt ein Leistenbruch die Gefahr, dass beispielsweise eine Darmschlinge in die Ausstülpung des Bruchsacks durch den Leistenkanal hineinrutschen und dort einklemmen kann, was zum Absterben der Darmschlinge, bis hin zum Darmdurchbruch führen kann. Dann ist eine notfallmäßige Operation erforderlich. Wir wissen heute, dass diese Gefahr größer ist, wenn der Leistenbruch Beschwerden verursacht, so dass spätestens dann zu einer Operation des Bruchs geraten wird. Aber auch bei sogenannten asymptomatischen Leistenbrüchen sollte immer eine Untersuchung und Beratung durch einen Chirurgen erfolgen.

Durch welche Verfahren kann ein Leistenbruch behoben werden?

Prof. Kasparek: Bei der Operation nach Shouldice wird die Hinterwand des Leistenkanals verstärkt, indem bestimmte Schichten der Bauchwand gedoppelt werden. Dieses Verfahren kommt heute nur noch in Einzelfällen zum Einsatz. Heute erfolgt meist eine Verstärkung der Leiste durch ein Kunststoffnetz, da dies die Wahrscheinlichkeit für das Wiederkehren (sog. Rezidiv) eines Bruchs über die Zeit verringert. Bei der Operation nach Lichtenstein wird die Hinterwand des Leistenkanals über einen offenen, ca. 5cm langen Schnitt in der Leiste mit einem Kunststoffnetz verstärkt. Heute bieten minimal-invasive Schlüsselloch-Operationen die Möglichkeit, das Kunststoffnetz in sogenannter TAPP- oder TEPP-Technik über drei 5-10mm lange Schnitte zwischen Muskulatur und Bauchfell einzubringen. Diese Verfahren scheinen etwas weniger Schmerzen zu verursachen und ermöglichen beim Vorliegen beidseitiger Leistenbrüche auch eine gleichzeitige Versorgung beider Seiten in einer Operation über dieselben drei kleinen Schnitte.

Wie sicher ist so eine Operation?

Prof. Kasparek: Sehr sicher – es handelt sich um einen der häufigsten chirurgischen Eingriffe überhaupt. Die OP selber dauert heute gerade mal rund 30-45 Minuten. Sowohl nach minimal-invasiver (Schlüssellochtechnik) als auch nach offener Operation ist die Berufs- und Leistungsfähigkeit in aller Regel schnell wieder hergestellt. Die meisten Leistenbruch-Patienten sind nach der Operation völlig überrascht, wie unkompliziert und unproblematisch alles verlaufen ist und wie schnell sie danach alle gewohnten Tätigkeiten wieder aufnehmen können.

Zeitungsseite als PDF: KW29_Leistenschmerzen_Prof_Kasparek.pdf

Kontakt:

Prof. Dr. med. Michael Kasparek
Schönfeldstr. 16
80539 München

Tel.: 089 28 67 59 10
www.chirurgie-josephinum.de

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Ratgeberseite: Hallux valgus und Hallux rigidus

21.05.2019 – Unsere Füße tragen uns jeden Tag. Doch im Laufe des Lebens können Verschleißerscheinungen oder Überlastungen zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen führen. Sowohl bei Hallux valgus als auch bei Hallux rigidus wird die große Zehe in Mitleidenschaft gezogen.

Die Übersetzungen für „valgus“ und „rigidus“ geben eine grobe Auskunft darüber, worin die Unterschiede zwischen diesen beiden Krankheitsbildern bestehen. Während „valgus“ „schief“ in einer bestimmten Ausrichtung bedeutet, ist „rigidus“ mit „steif“ zu übersetzen. Wir stellen Ihnen die Krankheitsbilder vor.

Welche Ursachen gibt es für den Hallux valgus?

Dr. Bouliopoulos: Hier tritt der Ballenzeh fast immer als Folge eines Spreizfußes auf: Das vordere Fußquergewölbe flacht ab, das Grundgelenk des großen Zehs knickt ein und die Sehnen verändern ihre Zugrichtung. Dann neigt sich die Großzehe (auf Latein Hallux genannt) nach innen zu den mittleren Zehen. Folglich entsteht die markante knöcherne Ausstülpung, die aussieht wie ein Überbein am großen Zeh. Die Ursachen sind Veranlagung, falsche Schuhe sowie Überlastung. Spätestens jetzt wird der Schuhkauf zu einer echten Herausforderung und es entstehen oft schmerzhafte Druckstellen.

Aufgrund des fortschreitenden Verlaufs des Hallux valgus ist eine frühzeitige Behandlung auch dann schon ratsam, wenn noch keine starken Schmerzen auftreten. Wenn konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichen, kann durch einen chirurgischen Eingriff die Großzehe wieder gerade gestellt werden.

Was sind Anzeichen für den Hallux rigidus?

Dr. Bouliopoulos: Nach dem Hallux valgus ist der sogenannte „Hallux rigidus“ (Großzehen-Arthrose) die zweithäufigste Ursache für Vorfußbeschwerden. Hier schmerzt die große Zehe konkret beim Abrollen, vor allem nach dem Aufstehen. Die Großzehe bleibt beim Hallux rigidus in der Achsenausrichtung gerade, jedoch ist das Grundgelenk verdickt, was die Zehe unbeweglicher macht. Ursachen sind auch hier Veranlagung, altersbedingter Verschleiß oder frühere Verletzungen.

Was kann man dagegen tun?

Dr. Bouliopoulos: Die Diagnose kann anhand der klinischen Untersuchung durch den Arzt und spezieller Röntgenaufnahmen der Füße erfolgen. Am Anfang kann man der Erkrankung noch ohne Operation gegen wirken. So können Schuhe mit speziellen Einlagen oder Krankengymnastik in Kombination mit Kälteanwendungen bereits Abhilfe schaffen. Diese Hilfsmittel lindern den Schmerz, weil das Gelenk ruhiggestellt wird. Die Krankenkasse übernimmt übrigens die Kosten für den Orthopädietechniker, der diese Einlagen oder Abrollhilfen maßgeschneidert herstellt.

Wann sollte man mit einem Facharzt für Fußchirurgie sprechen?

Dr. Bouliopoulos: Wenn alle konservativen Maßnahmen keine Abhilfe schaffen und die Schmerzen immer größer werden, sollte man nochmals einen Experten auf den Fuß schauen lassen. Es gibt heutzutage verschiedene kleine chirurgische Möglichkeiten. Zum Beispiel kann man leichte Knochenvorsprünge am Gelenk einfach abtragen. Nur in ganz fortgeschrittenen Stadien der Arthrose könnte eine Versteifung des Großzehengrundgelenkes nötig sein, eine sogenannte „Arthrodese“. Die Versteifung hört sich im ersten Moment radikal an, ist aber eine komfortable belastbare Lösung und die Einschränkung ist relativ gering. Das oberste Ziel ist jedoch immer, das Grundgelenk der Großzehe zu erhalten. Deswegen ist es wichtig, bei Schmerzen nicht zu lange zu warten, denn mit der Zeit verstärkt sich die Fehlstellung. Die Schäden an Großzehengrundgelenk und Vorfuß nehmen laufend zu. Eine Korrektur der Großzehenstellung sollte erfolgen, bevor bleibende Schäden am Großzehengrundgelenk auftreten.

Zeitungsseite als PDF: KW20_Vorfuß_Dr_Bouliopoulos.pdf

Kontakt:

Dr. med. Panos Bouliopoulos
Sonnenstr. 22
80331 München

Tel.: 089 59 99 73 72
www.orthon.de

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Ratgeberseite: Chronische Nasennebenhöhlenentzündung – per Navigation durch die Nase

29.04.2019 – Das Gesicht schmerzt, jeder Atemzug wird zur Qual, der Geruchssinn ist dahin. Manchmal kommen noch Fieber und Kopfweh dazu. Eine Sinusitis, also eine Nebenhöhlenentzündung ist hier die Ursache. Wirklich helfen können oft nur spezielle Medikamente, Vorsicht bei Nasenspray. Trotzdem muss manchmal sogar operiert werden.

Wann sollte man mit Nasenproblemen zum Arzt gehen?

Dr. Edelmann: Wenn die Triefnase längere Wochen anhält, stimmt etwas nicht. Wir Mediziner unterscheiden zwischen einer akuten und einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung. Etwa elf Prozent der Deutschen leiden an der chronischen Form und kämpfen länger als 12 Wochen daran. Die akute Form dauert kürzer und heilt schneller ab.

Welche Tipps geben Sie hier Patienten?

Dr. Edelmann: Da gibt es eine Vielzahl. Man kann bei der akuten Nasennebenhöhlenentzündung mit abschwellenden Nasensprays arbeiten, diese sollte man allerdings nicht länger als sieben Tage verwenden, da man sonst die Schleimhaut der Nase langfristig schädigen kann. Was ich immer rate, ist viel zu trinken, um den Schleim zu verflüssigen. Wärme hilft auch gut, also z.B. eine Rotlichtlampe oder Inhalation. Hilfreich kann außerdem eine Nasendusche sein. Dabei wird der Nasenraum mit einer Kochsalzlösung ausgespült. Und entzündungshemmende pflanzliche Mittel mit Thymian, Eisenkraut, Eukalyptus etc. können ebenso schleimlösend und entzündungshemmend wirken.

Was ist, wenn die Erkrankung länger anhält?

Dr. Edelmann: Dann erhalten die Patienten in der Regel ein cortisonhaltiges Nasenspray. Antibiotika kommen zum Einsatz, wenn sich Bakterien ansiedeln, die schwere Komplikationen verursachen können. Wenn alle Maßnahmen jedoch keine Linderung verschaffen, steckt oft ein anatomisches Problem hinter der Dauerentzündung. Zum Beispiel eine schiefe Nasenscheidewand oder Polypen, also gutartige Wucherungen in der Nase.

Dann kommt eine Operation infrage.

Sie operieren mit einem Navigationssystem, wie muss man sich das vorstellen?

Dr. Edelmann: Ja, bei uns wird bei jeder Nasennebenhöhlen-Operation ein elektromagnetisches Navigationssystem der Firma Storz eingesetzt. Es ist eines der modernsten und treffsichersten Systeme auf dem Markt. Stellen Sie sich das folgendermaßen vor: Die Konturen des Gesichts werden mit einem Pointer abgefahren und es wird ein 3D-Bild erzeugt. Diese 3D-Visualisierung der Nasenstrukturen nutzt nun der Operateur. Die Navigation erreicht dabei eine Genauigkeit von ca. 1 mm.

Worin liegen die Vorteile für den Patienten?

Dr. Edelmann: Nase und Nasennebenhöhlen sind ein weitverzweigtes dreidimensionales Labyrinth, das eng mit anderen lebenswichtigen Strukturen verbunden ist. So grenzen unmittelbar die Augenhöhle und die Schädelbasis an. Die Präzision des Operateurs ist für den Patienten lebensnotwendig.

Für unsere Patienten bedeutet der Einsatz der Nasennebenhöhlen Navigation deshalb:

  • maximale Sicherheit während einer Nasenneben- höhlen OP; der Operateur kann sich zuverlässig im dreidimensionalen Labyrinth der Nasennebenhöhlen zurechtfinden
  • minimales OP-Risiko durch einen schnellen und präzisen Eingriff
  • Erhalt lebenswichtiger Strukturen wie Schädelbasis und Gehirn, Auge und Sehnerv, Gehirn-Schlagader
  • Schleimhautschonende Operation: Durch die Genauigkeit der Navigation ist es möglich, die er krankte Stelle präzise zu lokalisieren, um nur so viel erkranktes Gewebe wie unbedingt nötig abzutragen, ohne dabei gesunde Schleimhaut zu verletzen.
  • geringes Komplikations- und Nachblutungsrisiko

Zeitungsseite als PDF: KW17_Nasennebenhöhle_Dr_Edelmann_27042019.pdf

Kontakt:

Dr. med. Joachim Edelmann
Oskar-von-Miller-Ring 29
80333 München

Tel.: 089 28 68 70 0
www.hno-muenchen.de

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Die Jubiläumschronik „125 Jahre Josephinum“

18.01.2019 – Dieses Buch blickt zurück auf die Geschichte der Münchner Privatklinik Josephinum, die im Jahr 1893 durch den Chirurgen Dr. Guido Jochner gegründet wurde. Am 08. Dezember 1893 erfolgte die feierliche Einweihung der Privatklinik. Als Patron wählte man den heiligen Joseph und die Klinik wurde entsprechend „Josephinum“ getauft.

Mit seinem Testament vom 1929 begründete Dr. Guido Jochner die Guido und Olga Jochner’sche Stiftung, deren Leitgedanken auch heute noch prägend für die Klinik sind. Im Mittelpunkt stehen nach wie vor der Mensch und sein körperliches und geistiges Wohlergehen. Bis heute steht das Josephinum für eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung und Betreuung am Puls der Zeit.

Es ist möglich dieses Buch am Empfang der Klinik oder über den Buchhandel für €28.- zu erwerben.

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